Krone: Hospitalisierungen nehmen leicht zu

Covids Sommerwelle hat Krankenhäuser getroffen

Das Tessin meldet mehr Intensivpatienten

Sommer, Sonne, Entspannung: Niemand möchte diesen Sommer an den Covid denken. Dem Virus ist das jedoch egal, die Fallzahlen steigen wieder. Dies ist jedoch noch kein Grund zur Panik.

Veröffentlichung: 10:02 Uhr

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Aktualisiert: 11:00 Uhr

Mehr Fälle, mehr Spitalaufenthalte und mehr Patienten auf der Intensivstation: Gemäss Giorgio Merlani verschlechtert sich die Situation von Covid in den Tessiner Spitälern. Das teilte der Kantonsarzt Tessin am Donnerstag im Online-Nachrichtendienst «Ticino Online» mit. Obwohl letzte Woche 1888 Fälle registriert wurden, sind es jetzt 2026.

Dies schlägt sich auch in Krankenhausaufenthalten nieder. Die Zahl der Patienten mit Kronen in Krankenhäusern sei von 69 auf 80 gestiegen. Sechs von ihnen würden sogar auf der Intensivstation versorgt. Dank Impfstoffen und erhöhter Immunität gegen frühere Infektionen ist die Situation glücklicherweise weniger ernst als in früheren Wellen, aber die Arbeitsbelastung ist im Vergleich zu einem “normalen” Sommer immer noch sehr hoch.

Hospitalisierungen nehmen überall zu

Ein Blick in die Covid-Kontrolltafel des Bundesamtes für Gesundheit macht deutlich, dass die Spitaleinweisungen nicht nur im Tessin zunehmen. Auch in Luzern ist ein leichter Anstieg der Spitaleinweisungen zu verzeichnen, der Kanton gibt auf Anfrage Auskunft. «Die Hospitalisierungen wegen oder mit Covid haben seit Anfang Juni zugenommen», teilt das Waadtländer Universitätsspital (CHUV) auf Anfrage mit. In den vergangenen Tagen sei jedoch ein leichter Rückgang zu verzeichnen, so die Sprecherin. Der Kanton Waadt bestätigt dies und fügt hinzu, dass Spitalpatienten meist ältere Menschen sind, die oft nicht oder nicht vollständig geimpft sind.

Auch das Inselspital Bern beobachtet mehr Patienten und erkrankte Mitarbeitende. Gemäss Gesundheitsamt des Kantons St. Gallen werden Patienten in der Regel wegen anderer gesundheitlicher Probleme aufgenommen.

„Die Auswirkungen auf das Gesundheitssystem sind gering“

Eine Überlastung der Krankenhäuser muss daher derzeit nicht befürchtet werden. «Aktuelle Zahlen zeigen, dass die Infektionen zunehmen, die Auswirkungen auf das Gesundheitssystem aber gering sind», sagt Gundekar Giebel, Mediensprecher des Berner Gesundheitsdepartements, gegenüber Blick.

Auch das CHUV spricht von einer «stabilen Situation» und das Inselspital erklärt, dass der tiefere Anteil der Hospitalisierten als in früheren Wellen darauf zurückzuführen ist, dass ein Grossteil der Bevölkerung durch die Immunität sogar einen gewissen Schutz vor schweren Verläufen hat. wenn sie nicht vollständig vor einer Infektion geschützt sind.

Was kommt als nächstes?

Die Belastung der Spitäler «steigt leicht auf tiefes Niveau», erklärt der Kanton Luzern. Wie sich die Situation entwickeln wird, ist derzeit schwer zu sagen, aber wir sind auf alle Szenarien vorbereitet. Auch in der Ostschweiz bereitet man sich laut Kanton St. Gallen.

Das Inselspital sieht jedenfalls keine Kapazitätsbeschränkungen für Patientinnen und Patienten vor, die mit Covid hospitalisiert sind. Sprecherin Petra Ming stellt jedoch fest: „Aufgrund des Fachkräftemangels ist auch in der Inselgruppe der Personalstand in Berufsgruppen wie der Pflege gering.“ Dies soll auch für andere Spitäler und Kantone gelten.

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