Die Pflicht zur FFP2-Maske wird in Wien unter anderem für öffentliche Verkehrsmittel, Apotheken sowie Ärzte und Krankenhäuser weiter bestehen, wie Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) am Dienstagabend mitteilte.
Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) kündigte am Dienstag das Ende der Maskenpflicht in Supermärkten und öffentlichen Verkehrsmitteln an. Die Stadt Wien, schockiert über die Nachricht nach dem PULS 24-Bericht, hat daraufhin den Corona-Krisenstab einberufen und am Dienstagabend Sonderregeln für die Hauptstadt angekündigt.
„Die Gesundheit der Wienerinnen und Wiener war mir als Wiener Bürgermeister schon immer das Wichtigste“, begann Ludwig sein Statement. „Es ist ganz klar, dass die Pandemie noch nicht vorbei ist“, sagte er. Wann die neuen Mutationen zu einer weiteren Welle führen würden, war unklar. Masken seien hier ein „weicheres Mittel“, um sich zu schützen. Ludwig sprach von einer „Ergänzung“ der Bundesmaßnahme – die die Wienerinnen und Wiener immer unterstützt hätten, sagte er.
FFP2-Masken sind weiterhin erforderlich:
- mit öffentlichen Verkehrsmitteln
- in Apotheken
- in den Praxen niedergelassener Ärzte
- in Krankenhäusern für Ärzte, die mit Patienten in Kontakt kommen
- für Krankenhausbesucher
https://twitter.com/BgmLudwig/status/1529121157022105600
Der Stadtverwalter stellte fest, dass dies besonders gefährdete Umgebungen seien. Der Bürgermeister betonte, er habe die Entscheidung der Bundesregierung zur Kenntnis genommen, wolle aber den konsequenten Wiener Weg fortsetzen: „Wir waren in Wien während der Corona-Krise immer auf der sicheren Seite.“ Auch das sei gelungen, betonte er. So sei es beispielsweise gelungen, die Zahl der Krankheitsfälle während der Delta-Welle niedriger zu halten.
Der Bürgermeister forderte die Bundesregierung zudem auf, rechtzeitig Impfkampagnen für den Herbst zu starten. Das Wiener Testregime – mit der PCR-Aktion „Alles auffressen“ – müsse weiter aufrechterhalten werden, wie er betonte. Da es jetzt jedoch in geringerem Umfang verwendet wird, ist es schwieriger geworden, Mutationen zu erkennen.
In den Schulen geht Wien seinen Weg nicht, wie Ludwig sagte. In Bildungseinrichtungen werden in der Bundeshauptstadt ab Juni auch keine obligatorischen PCR-Tests mehr angewandt.