Kronenausbruch bei Afrika-Reise: Scholz ignoriert RKI-Empfehlungen

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Kronenausbruch in Kanzlerdelegation: Scholz ignoriert Empfehlungen des RKI

Stand: 14:37 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

Olaf Scholz beim Katholikentag in Stuttgart

Quelle: dpa / Marijan Murat

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) reiste nach Davos und Stuttgart, obwohl er zuvor Kontakt zu Corona-Infizierten hatte. Das war nach geltendem Recht zulässig, widerspricht aber einer „dringenden Empfehlung“ des Robert-Koch-Instituts.

Nach der Afrikareise von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) kam es zu einem großen Krönungsaufstand um die Kanzlerin. Positiv auf das Corona-Virus getestet wurden unter anderem seine Büroleiterin Jeanette Schwamberger, sein außenpolitischer Chefberater Jens Plötner und Regierungssprecher Steffen Hebestreit. Das berichtet der Tagesspiegel.

„Es ist richtig, dass nach der Afrikareise der Bundeskanzlerin die Teilnehmer der offiziellen Delegation positiv auf Corona getestet wurden, obwohl die während der Reise und nach seiner Rückkehr durchgeführten Schnelltests alle negativ waren“, sagte der Regierungssprecher.

Scholz kehrte am Mittwoch mit seiner Delegation von einer dreitägigen Reise nach Senegal, Niger und Südafrika zurück, und Reportern, die mit ihm reisten, wurde mitgeteilt, dass die Kronentests positiv gewesen seien. Obwohl Scholz direkter Ansprechpartner für die betroffenen Teilnehmer seiner Delegation ist, reiste er am Donnerstag zum Davoser World Economic Forum und am Freitag zum Katholikentag nach Stuttgart.

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„Nach der Reise wurde der Kanzler mehrmals täglich mit PCR-Tests untersucht. Alle diese Tests waren und sind negativ. Daher konnte er gemäß den geltenden Infektionsschutzregeln wie geplant an den Terminen teilnehmen“, so eine Regierung sagte ein Sprecher.

Obwohl für Kontaktpersonen keine Quarantänepflicht mehr besteht, spricht das Robert-Koch-Institut (RKI) die „dringende Empfehlung“ aus, Kontakte insbesondere mit Risikogruppen für einen schweren Krankheitsverlauf für fünf Tage eigenverantwortlich zu reduzieren. Bundeskanzler Scholz kam sowohl in Davos als auch am Katholikentag mit vielen Menschen ohne Maske in Kontakt, auch mit potenziellen Risikogruppen. Dies wird durch Fernsehbilder und Aufzeichnungen belegt. Ein Regierungssprecher betonte, dass aufgrund zahlreicher negativer PCR-Tests ein Risiko ausgeschlossen werden könne.

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