Kronenvirus: Verband der Schweizer Ärzte FMH will neun Masken

Da sich wieder mehr Menschen mit dem Kronenvirus infizieren, rät die Ärztekammer FMH dem Personal und allen Patientinnen und Patienten, in der Praxis Masken zu tragen.

Krankenhausangestellte legen nach dem Besuch eines mit Coronavirus infizierten Patienten Schutzausrüstung ab. – Schlüsselschlüssel

Ankündigungen

das Wesentliche zusammengefasst

  • Seit einigen Wochen steigen die Kronenzahlen wieder deutlich an.
  • Die Ärztekammer FMH empfiehlt daher, wieder eine Maske zu tragen.
  • Die Empfehlung gilt gleichermaßen für Ärzte, Patienten und Besucher.

Der Sommer ist Anfang Jahr in der Schweiz angekommen und wird in vollen Zügen genossen. Ob in Schwimmbädern, Restaurants, Bars oder bei Outdoor-Events – alles darf so stattfinden wie vor dem Ausbruch der Pandemie, alle Regeln der Krone wurden aufgehoben.

Ein Mann springt am 16. Juni 2022 in Thun in die Aare. Das Publikum am Cholererock Openair 2022. Eine gut ausgestattete Terrasse eines Restaurants in Bellinzona am Ostersonntag 2022. (Ikonenbild)

Das Kronenvirus ist jedoch nicht verschwunden, wie die vom BAG wöchentlich veröffentlichten Zahlen zeigen. Seit Ende Mai die damals letzte Kronenregel mit der Maskenpflicht in Gesundheitszentren gefallen ist, ist sie wieder deutlich gestiegen.

Nun zeichnet sich aber zumindest in Arztpraxen und Krankenhäusern eine Rückkehr zur Maskenpflicht ab. Denn wie Recherchen von Nau.ch zeigen, hat die Schweizerische Ärztekammer FMH ihre Empfehlungen deutlich verschärft.

Kronenvirus: Dringende Maskenempfehlung auch für Patienten

“In der Arztpraxis sollte bei Kontakt mit Patienten generell eine Maske getragen werden.” Dies schreibt die FMH in einer internen E-Mail an ihre Mitglieder, die auf Nau.ch abrufbar ist.

Auszug aus der FMH Mail an die Mitglieder. -zVg

Doch nicht nur Mitarbeiter sollten der „dringenden Empfehlung“ folgen. Alle Patienten und Besucher sollten auch beim Besuch der Arztpraxis eine Maske tragen. Risikopatienten wird sogar geraten, eine FFP2-Maske zu tragen, um sich zu schützen.

Aufgrund steigender Kronenfälle soll auch die Maske zurückgegeben werden, fordert zumindest die Ärztekammer FMH. – Schlüsselschlüssel

Die angepassten Empfehlungen wurden im Einvernehmen mit dem Sanitätsdienst-Koordinationsausschuss (SANKO) und Swissnoso ausgesprochen. Dies «trotz fehlender Politikempfehlungen», wie die FMH schreibt. Der Verein bestätigt den Sachverhalt auf Anfrage von Nau.ch, will sich aber nicht weiter äussern.

Sorge um Personalmangel, Intensivstationen und langes Covid

Die Ärztekammer begründet die Empfehlung damit, dass es derzeit einen starken Anstieg der Covid-19-Fälle gebe. Auch die Akutbettenbelegung im stationären Bereich ist in den vergangenen zwei Wochen deutlich gestiegen. Und auch auf den Intensivstationen war in den letzten Wochen mehr Betrieb.

Im Labor bestätigte Fälle zwischen dem 20.12.2021 und dem 20.06.2022. Im Labor bestätigte Krankenhausaufenthalte zwischen dem 20.12.2021 und dem 20.06.2022. Nutzung von Intensivstationen zwischen dem 20. Dezember 2021 und dem 20. Juni 2022.

Im Gesundheitswesen nehmen die Infektionen unter medizinischem Fachpersonal und Patienten mit anderen Erkrankungen wieder zu. „Gerade bei Risikopatienten führt dies zu schweren Verläufen mit intensivmedizinischer Notwendigkeit.“ Laut FMH gibt es bereits Personalengpässe, die sich verschärfen.

Würden Sie eine Maskenpflicht in Gesundheitseinrichtungen begrüßen?

48%

Ja, dann wären alle besser geschützt.

1

Ja, dann wären alle besser geschützt.

52%

Nein, das wäre übertrieben.

2

Nein, das wäre übertrieben.

Die Maske schützt aber auch vor den Spätfolgen einer Corona-Virus-Infektion. Der Berufsverband schreibt: „Auch die Entwicklung von Post-Covid-Erkrankungen gibt Anlass zur Sorge.“

Mehr zum Thema:

Coronavirus

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *