Das nicht nur in Wien weltweit bekannte Duo tritt heute, Freitag, nach langer Zeit in der Arena wieder auf. Mit der „Presse“ sprachen die beiden über ihre Karriere, ihr Alter und Schimpfworte im Hip-Hop.
Die Presse: Kruder & Dorfmeister haben mit minimaler Produktion maximalen Erfolg erzielt. Wer waren anfangs Ihre wichtigsten Verbündeten?
Richard Dorfmeister: Wir selbst, wir haben das alles selbst gemacht. Wir gingen mit unserer ersten EP nach Großbritannien und benutzten die Telefonzelle, um Labels wie Ninja Tune und Radioleute wie Gilles Peterson anzurufen. Bald hüpfte die Insel zu unserer Musik.
Peter Kruder: Wir haben davon profitiert, dass der Remix damals sehr beliebt war. Jemand wie Andrew Weatherall hatte etwas super Aufregendes, wenn er Tracks remixte. Wir haben schließlich den Industrieapparat benutzt, zum Beispiel mit unseren Depeche-Mode-Remixen, ohne dabei sein zu müssen.
K&D wurde auch berühmt dafür, Anfragen für Remixe abzulehnen. War das nicht ein bisschen kokett?