Kühbauer besiegt Rapid, Lask bleibt Tabellenführer

Goiginger und Nakamura trafen für die Athleten, die Lask-Trainer Didi Kühbauer mit einem 2:1-Sieg bei Rapid sehr zufrieden stellten.

Lask gewann das Bundesliga-Topspiel gegen Rapid mit 2:1 (2:0) und verteidigte damit eindrucksvoll die Tabellenführung. LASK-Trainer Didi Kühbauer hatte am Sonntag ein freudiges Wiedersehen mit seinem Klub, danach lachte sein Team mit zehn Punkten nach vier Spielen weiter von oben. Für die überforderten Hütteldorfer war es drei Tage nach dem triumphalen Aufstieg in den Europapokal gegen Neftci Baku die erste Saisonniederlage in der Liga.

Neuzugang Thomas Goiginger (10.) brachte die Linzer mit seinem dritten Saisontor in Führung, Keito Nakamura (43.) legte kurz vor dem Pausenpfiff nach. Das Tor von Marco Grüll (93.) kam zu spät. Für die großgewachsenen Österreicher war es der erste Sieg gegen Rapid seit fast drei Jahren und neun Spielen in Folge ohne Hattrick gegen die damalige Mannschaft von Kühbauer. Bei der Generalprobe für das Hinspiel am kommenden Donnerstag (20.00 Uhr) unterlief dem Team von Trainer Ferdinand Feldhofer, das noch sieben Punkte auf dem Konto hat, ein Fehler.

Feldhofer rotierte nach dem 120-minütigen Europapokalabend am Donnerstag um acht Positionen. „Nicht ganz freiwillig“, betonte er. Denn Yusuf Demir, Patrick Greil und Kapitän Maximilian Hofmann konnten am Abschlusstraining nicht voll teilnehmen und standen nicht im Kader. Nur Torhüter Niklas Hedl, Martin Koscelnik und Grüll starteten wieder für Grün-Weiß, Ante Bajic wurde bestraft.

Kühbauer hingegen musste beim überragenden 5:1 des WAC nur einen Wechsel vornehmen, für den nach Gent verkauften Hong Hyun-seok kehrte der zuletzt gesperrte Peter Michorl in die Startelf zurück. Vor dem Start wurde mit einer Schweigeminute an den kürzlich verstorbenen Vizepräsidenten und Ehrenpräsidenten des LASK Helmut Oberndorfer gedacht. Die Linzer spielten in eigens angefertigten T-Shirts mit der Aufschrift „Danke Heli“.

Die 6.009 Zuschauer in Pasching erlebten einen stimmungsvollen Nachmittag und sahen eine energiegeladene Eröffnungsphase. Der schnelle Außenstürmer Bernhard Zimmermann ging mit einem Schuss nach einer Ecke knapp am gegnerischen Tor vorbei (5.). Der LASK übernahm daraufhin das Kommando, die Kühbauer-Elf kombinierte schnell immer wieder in die Gefahrenzone. Nach zehn Minuten fand eine Hereingabe von Rene Renner den Weg zu Goiginger, der den Ball aus kurzer Distanz nur noch über die Linie köpfte.

Goiginger war es auch, der kurz darauf aus spitzem Winkel an Hedl scheiterte (16.). Rapid kam danach deutlich besser ins Spiel, größere Torgefahr ging von Feldhofers Seite aber nicht aus. Nach einer halben Stunde musste LASK-Manager Sascha Horvath verletzt ausgewechselt werden, so kam Robert Zulj zu seinem ersten längeren Einsatz für Linz. Einen Abpraller aus drei Metern ins Tor konnte der 30-Jährige wenig später aber nicht unterbringen (37.). Hedl hatte zuvor einen Goiginger-Volley pariert.

Der LASK war nach wie vor das deutlich torgefährlichere Team und wurde kurz vor der Pause belohnt. Torschütze Marin Ljubicic brachte Nakamura mit einem perfekten Lochpass zu Fall, der 22-jährige Japaner sprintete an Hedl vorbei und traf cool. Feldhofer brachte zur Pause die Torschützen Guido Burgstaller und Nicolas Kühn und Rapid wurde sofort gefährlicher. Schüsse von Burgstaller (53.) und Zimmermann (55.) brachten LASK-Torhüter Alexander Schlager nicht ins Schwitzen.

Während die Rapidlers deutlich mehr Ballbesitz hatten, konzentrierten sich die Hausherren selbstbewusst auf eine gestaffelte Abwehr. Wie so oft in dieser Saison fehlten Feldhofers Team im Schlussdrittel zündende Ideen, stattdessen verhinderte Hedl die Vorentscheidung gegen Husein Balic (72.). Grüll sorgte in der Nachspielzeit mit Hilfe der Schlussleiste für ein kosmetisches Ergebnis.

(fin/was)

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