Verkehr
Ein langer Konvoi fuhr am Dienstag die Westspur des St. John’s Highway entlang. Pölten mit nur 60 km/h, begleitet von der Polizei. Ziel dieser langsamen Aktion war es, auf die Umweltbelastung durch Lärm und Staub aufmerksam zu machen.
24.05.2022 18.53
Online ab heute, 18:53
Ungefähr 50 Autos versammelten sich am Dienstag in St. Louis. Pölten, mit einer langsamen Aktion ein Zeichen zu setzen. Mit 60 km/h fuhren wir auf der Autobahn im Stadtgebiet, wo täglich fast 90.000 Fahrzeuge gezählt werden. Besonders die Bewohner der Stadtteile Harland, Stattersdorf und Spratzern leiden unter Lärm und Schadstoffbelastung.
A1: Langsamer Protest gegen Zeit 130
Demonstranten fordern ein Tempolimit von 100, ähnlich wie in anderen Landeshauptstädten. Der Zeitverlust für die Fahrer wird auf 42 Sekunden geschätzt. Aber das würde einen großen Unterschied für die Bewohner machen. Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne) könnte ein Tempolimit per Dekret erlassen, doch das Ministerium hat sich bislang taub gestellt.
„Obwohl die Forderung nicht bei allen gut ankommt, bedeutet eine Geschwindigkeitsreduzierung auf dem Abschnitt St. Pölten weniger Kraftstoffverbrauch und mehr Verkehrssicherheit für die Autofahrer und weniger Umweltverschmutzung und Lärm für die Anwohner“, sagte Bürgermeister Matthias Stadler (SPÖ). Sie unterstützen unter anderem das Bürgerbegehren „Qualitativer Lärmschutz für St. Pölten“ mit einem neuen Beschluss und werden gemeinsam „den Druck weiter erhöhen“.
“Die Aktion wird nicht die letzte sein”
Initiatoren berichteten, dass seit zwei Jahrzehnten auf das Problem aufmerksam gemacht worden sei. „Wir haben diese Aktion angemeldet, weil wir ein Zeichen setzen wollen. Die Aktion wird nicht die letzte sein, wenn die zuständigen Behörden nicht schnell reagieren“, sagte Vizebürgermeister Harald Ludwig (SPÖ).
Aufgrund ihrer Streckenführung in dem teilweise dicht bebauten Gebiet habe die A1 „jetzt den Charakter einer Stadtautobahn“, hieß es am Dienstag. „Die Abschnitte der oben genannten Strecken sind die letzten Abschnitte der „Stadtautobahn“ in einer Landeshauptstadt ohne Tempolimits in Österreich“, sagte er. Zudem steigen die Unfallzahlen vor allem im Bereich der Ausfahrten St. Pölten Ost und St. Pölten Süd.