Lärm um eine Mini-Affäre namens Porschegate

Wer am Tisch der virtuellen Stammgäste mitreden will, muss sehen, was die Trendthemen sind, ob sie wichtig sind oder nicht. Am Freitag tauchte neben Nord Stream 1 und einem „Lauterbachmussendlichweg“-Aufruf plötzlich #Porschegate auf Twitter auf, bei dem es kurz gesagt um die Frage geht, inwieweit der FDP-Politiker Christian Lindner zum Gerichtsvollzieher von Porsche geworden ist. So sehr, dass sogar Porsche-Chef Oliver Blume damit prahlt, wie viel Porsche im Koalitionsvertrag besitzt?

Diese Geschichte wurde am 19. Juli in der ZDF-Sendung „Die Anstalt“ erzählt. „Wir haben einen sehr wichtigen Beitrag zur Aufnahme von E-Fuels in den Koalitionsvertrag geleistet. Da waren wir Vorreiter, mit sehr engem Kontakt zu den Koalitionsparteien“, soll Porsche-Chef Oliver Blume seinen Mitarbeitern auf einer Betriebsversammlung gesagt haben, und: „Christian Lindner hat mich in der letzten Stunde fast stündlich durchgehalten. ein paar Tage.”

Porsche: „Einen solchen Austausch gab es nicht“

Ob Blume, der sich eher zurückhaltend hält, der Regierung tatsächlich seine Kontakte gezeigt hat, wollte Zuffenhausen nicht bestätigen. Aber es sollte Leute geben, die sich definitiv daran erinnern. Ansonsten gibt es ein offizielles Statement von Porsche: „Einen solchen Austausch gab es nicht. Richtig ist, dass das Unternehmen generell einen konstruktiven Austausch mit allen relevanten Stakeholdern pflegt.“

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Die Sache ist die, dass Porsche sehr daran interessiert ist, den Verbrennungsmotor am Laufen zu halten, denn ein 911 kann niemals mit Batterien fahren. Und was sagt man dazu in Wolfsburg? Volkswagen scheint zu versuchen, #Porschegate zu schmunzeln und eine Art Dementi in einen Tweet zu packen: „Christian Lindner ist bekanntlich ein Porsche-Fan, das freut uns. Aber es gab keinen Live-Ticker.“


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