Laut Nehammer ist die Strompreisbremse im August fertig

Aus . – 23.08.2022 13:14 (23.08.2022 Akt 14:29)

Nehammer lehnte es ab, die Einzelheiten des Strompreisstopps auf einer Pressekonferenz am Dienstag zu erörtern. ©APA/GEORG HOCHMUTH (Symbolbild)

Es könnte nicht mehr lange dauern: Im August endet die sogenannte Strompreisbremse zur Abfederung hoher Energiekosten. „Das Modell wird im August fertig sein. Im September oder Oktober wird entschieden“, sagte Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP).

Das erklärte Nehammer am Dienstag bei einer Pressekonferenz im Tiroler Jenbach. Ein “sozialer Ausstieg” werde “nicht die höchste Priorität haben”, aber “eine möglichst breite und schnellstmögliche Entlastung”.

Die Strompreisbremse ist im August noch besiegelt

“Kleine und mittelständische Unternehmen sichern den Wohlstand Österreichs”, erklärte der Bundeskanzler, der auch die Notwendigkeit seiner Entlastung darlegte. Den Vorwurf, dass im Kampf gegen die Inflation „alles gebündelt wird“, akzeptiert er deshalb nicht. Die Kanzlerin scheint sich mit Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne) einig zu sein, die sich gegenüber dem Ö1-“Morgenjournal” über die Strompreisbremse dafür aussprach, “etwas Komplexität” abzubauen und zur Erleichterung zu sagen, dass man schnell spreche. . Finanzminister Magnus Brunner (ÖVP) hatte dagegen Ende Juli erklärt, er wolle auch eine Sozialstaffel für die Strompreisbremse haben, “wenn es geht”.

Zu den Details der Strompreisbremse wollte sich Nehammer nicht äußern

Auf die Details der Strompreisbremse wollte die Bundeskanzlerin bei der Pressekonferenz des Tiroler Landesenergieversorgers Tiwag am Dienstag nicht eingehen. Dem Endspurt der Verhandlungen mit dem grünen Koalitionspartner will er nicht vorgreifen und etwas gegen die Mittel unternehmen. Allerdings sprach Nehammer von einem „Energiesparanreiz“, der mit der Bremse einhergehe. Er verwies auch auf weitere Erleichterungen, etwa den Energiekostenzuschuss, den Unternehmen ab September beantragen könnten.

Strompreisbremse mit „Tiroler Modell“?

Ob das „Tiroler Modell“ auch in die Strompreisbremse einbezogen werde, wollte Nehammer mit Verweis auf die Verhandlungen nicht beantworten. Der Vorsitzende der Tiroler ÖVP und Spitzenkandidat bei der Landtagswahl, Anton Mattle, mit dem der Regierungschef die Pressekonferenz gab, hatte vergangene Woche unter anderem eine Bremse von bis zu 80 Prozent des Vorjahresverbrauchs vorgeschlagen und für mindestens ein Jahr. Doch die Bundeskanzlerin machte deutlich: „In Tirol und Niederösterreich ist in der Frage der Strompreisbremse schon viel Arbeit geleistet worden, wo auch die Bundesregierung hingehen wird.“

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