Lauterbach bereitet sich auf den Herbst vor; Die Opposition kritisiert den Gesetzentwurf

Deutschland krönt Pandemie

Lauterbach bereitet sich auf den Herbst vor; Die Opposition kritisiert den Gesetzentwurf

Stand: 07.07.2022 | Lesezeit: 4 Minuten

„Die Pandemie zieht leider nicht in die Sommerferien ein“

Gesundheitsminister Karl Lauterbach hat Vorbereitungen für einen umfassenden Schutz vor der Krone für den Herbst versprochen. „Leider geht die Pandemie nicht in die Sommerferien“, sagte er dem Bundestag. Allerdings wird auch der Kampf gegen die Pandemie voraussichtlich keine Sommerpause einlegen.

Die Ampelkoalition hat einen ersten Kronengesetzentwurf zum Schutz gefährdeter Gruppen in den Bundestag eingebracht. Die Opposition hält den Entwurf für „unangemessen“ oder „unvollständig“. Gesundheitsminister Lauterbach bekräftigt, mehr Schutzmaßnahmen ergreifen zu wollen.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat Vorbereitungen für umfassende Maßnahmen zum Schutz vor der Krone im Herbst zugesagt. „Leider geht die Pandemie nicht in die Sommerferien“, sagte der Minister am Donnerstag im Bundestag. Allerdings wird auch der Kampf gegen die Pandemie voraussichtlich keine Sommerpause einlegen. „Wir können und können es uns nicht leisten, nicht zum dritten Mal in einen gut vorbereiteten Sturz zu geraten.“ Daher wird alles Notwendige getan, um der Situation entgegenzuwirken.

Lauterbach bestätigte, dass nach der erwarteten Sommerwelle der Herbst schwierig werde. Zu erwarten ist ein Kampf mit der inzwischen dominanten Virusvariante BA.5, bei der es auch um etwas ernstere Rassen geht als bei bisherigen omicron-Varianten. Frühere Impfstoffe haben nicht perfekt funktioniert, um Infektionen zu verhindern, aber sie haben jeden Tag Todesfälle verhindert. “Wenn wir die Impfstoffe nicht hätten, wären wir in einer katastrophalen Situation.”

In Vorbereitung auf den Herbst hat die Koalition einen ersten Gesetzentwurf zum Schutz gefährdeter Gruppen im Parlament zur ersten Lesung vorgelegt. Der Entwurf soll als Grundlage für künftige Maßnahmen dienen. Dabei handelt es sich um ein „Transportgesetz“, das dann im parlamentarischen Verfahren – in zweiter und dritter Lesung – um weitere Inhalte ergänzt werden kann. Aktuell berät die Ampelkoalition über neue Schutzmaßnahmen.

Hintergrund ist, dass einige für die Pandemiebekämpfung wichtige Verordnungen und Ermächtigungen zum Erlass von Rechtsverordnungen des Infektionsschutzgesetzes im Sommer oder Herbst auslaufen.

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Konkret wird nach dem aktuellen Entwurf die gesetzliche Grundlage für Impfstoffe bis zum 31. Dezember verlängert. Außerdem sollen Apotheker, Zahnärzte und Tierärzte berechtigt sein, bis zum 30. April 2023 einen Impfstoff gegen Covid-19 zu verabreichen.

Auch die Bundesländer sollen den Einsatz von Hygienemitteln in Pflegeheimen regeln können. Um Engpässe früher zu erkennen, sollten Kliniken neben Intensivstationen auch freie und belegte Betten in Normalzimmern erfassen und zentral melden. Auch eine aktuelle „Gesamterfassung“ der PCR-Tests, also aller Ergebnisse, ist vorgesehen. Im Moment gibt es nur die Verpflichtung, positiv zu kommunizieren.

FDP: Viele Kronenbeschränkungen in Frage gestellt

„Der große Unterschied zu den letzten zwei Jahren ist, dass wir dieses Mal gut auf den Herbst vorbereitet sind. Die unionsgeführte Bundesregierung hat das damals nicht getan“, sagte FDP-Fraktionschef Christian Dürr WELT zu dem Gesetzentwurf. Die Ampelregierung will in den kommenden Wochen über weitere mögliche Schutzmaßnahmen beraten.

Dürr betonte: „Wir werden keine Maßnahme in Betracht ziehen, deren Wirksamkeit fraglich ist. Die Bewertungskommission legte den Finger auf die Wunde und hinterfragte viele der bisherigen Einschränkungen der Krone, wie Schulblockaden und Schließungen, es ist nicht einmal bewiesen“.

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Corona-Auswertungsbericht

Die Sachverständigenkommission des Bundestags und die Bundesregierung beklagten in ihrem Evaluierungsbericht kürzlich die unzureichende Datenlage in Deutschland während der Corona-Pandemie. Daher kann die Wirkung von Schutzmaßnahmen oft nicht abgeschätzt werden.

Ärgerlicher Widerspruch mit Entwurfsampel

Tino Sorge, gesundheitspolitischer Sprecher der Union, kritisierte den am Donnerstag diskutierten Gesetzentwurf als „unangemessen“. Der Entwurf sei „deutlich für die Störung von Ampeln in Fragen der Pandemievorsorge“, sagte der Konzern WELT.

Obwohl der Entwurf interessante neue Aspekte enthält, bleibt die Frage nach den Schutzmaßnahmen des Infektionsschutzgesetzes „völlig offen“. „Aber das wäre das Ziel dieses Gesetzes gewesen. Deshalb würden wir das Gesetz in seiner jetzigen Form ablehnen.“

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Justizminister Marco Buschmann

Aktuelle Kronenregelungen im Infektionsschutzgesetz laufen am 23. September aus. Gesundheitsminister Lauterbach will noch Eckpunkte für das weitere Vorgehen präsentieren. „Wir werden die Maßnahmen haben, die wir brauchen“, versprach Lauterbach am Donnerstag im Bundestag. Er hoffe, dass sich die Teile der Ampel hier schnell einigen könnten.

Die gesundheitspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Kathrin Vogler, bezeichnete den Entwurf des Schutzgesetzes für gefährdete Gruppen als „unvollständig“. „Die darin enthaltenen Regelungen zur Verbesserung der Datenlage in der Pandemie werden nicht ausreichen, um die oft beklagte ‚blinde Datenflucht‘ zu beheben“, sagte Vogler der WELT. Die Politikerin kritisierte, dass wichtige Aspekte des Gesetzes noch fehlen leerer Text ist nicht genug Vorbereitung auf die Herbstwelle.”

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Die AfD lehne den Entwurf ab, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der Partei, Martin Sichert, „weil er auf das Impfen und damit auch auf die Diskriminierung von Ungeimpften abstelle“. Positiv ist, dass mehr Daten erhoben werden müssen, aber die Rechnung reicht hier nicht aus. Sichert kritisierte, dass keine Daten zu „Long Covid, zum Post-Vac-Syndrom oder zu Krankenhäusern oder Intensivstationen mit Corona oder zur Impfung“ erhoben würden.

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