Der russische Außenminister Sergej Lawrow weist Spekulationen über den Gesundheitszustand seines Chefs entschieden zurück.
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Kremlchef Wladimir Putin könnte schwer erkrankt sein: Dieses hartnäckige Gerücht hat mit dem Angriffskrieg neuen Zündstoff bekommen. Der russische Außenminister weist Spekulationen nun zurück.
Das Treffen zwischen Wladimir Putin und Sergej Schoigu am 21. April löste eine große Resonanz aus: Der russische Präsident und sein Verteidigungsminister setzten sich an einen kleinen Tisch und sprachen über einen „besonderen Militäreinsatz“ in der Ukraine. Es war nicht der Inhalt des Gesprächs, sondern die Bilder, die meine Aufmerksamkeit erregten.
Putin klammerte sich minutenlang sichtbar an den Tisch und schürte Gerüchte, der 69-Jährige sei krank. Und auch bei seriösen Medien: CNN-Journalistin Frida Ghitis fragte besorgt auf Twitter: „Putin sinkt in seinen Stuhl und klammert sich an den Tisch. Das ist in Ordnung, nicht wahr? Ist es noch gesund?”
Bei diesem Treffen zwischen Wladimir Putin (links) und Verteidigungsminister Sergej Schoigu wirkte der Kreml-Chef misshandelt.
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In Russland gilt Putins Privatleben als Staatsgeheimnis. Die Öffentlichkeit kennt nicht einmal ihre Töchter, geschweige denn ihren Gesundheitszustand. Am Sonntag ging Außenminister Sergej Lawrow jedoch auf die Spekulationen ein und wies sie entschieden zurück.
In einem Interview mit dem französischen Fernsehsender TF1 erklärte er, dass der Präsident jeden Tag in der Öffentlichkeit auftritt. „Sie können ihn auf den Bildschirmen sehen, seine Auftritte lesen und anhören. Ich glaube nicht, dass vernünftige Menschen bei diesem Mann irgendwelche Anzeichen von Krankheit oder Unbehagen erkennen können.”
Es ist offensichtlich, dass der russische Außenminister dies so formuliert. Allerdings kommt Jeffrey Edmonds, der einst als Russland-Experte und Analyst bei der US-CIA arbeitete, zu demselben Schluss. Bisher hat Edmonds gegenüber Business Insider gesagt, dass er keine bestätigten Beweise dafür gesehen hat, dass der Kreml-Führer mangelhaft ist.
Allerdings sei ihm eine Veränderung aufgefallen: Putin habe früher immer sehr cool und rücksichtsvoll gewirkt, nun wirke er bei öffentlichen Auftritten “emotionaler und wütender”. Daran zeige sich, dass Putin mit der aktuellen Situation “unzufrieden” sei.