Die mexikanische Polizei war machtlos
Menschen verbrennen den Mann (†31) lebendig
Daniel P. wurde Opfer eines Lynchmordes. Aufgrund eines Gerüchts versammelten sich 200 Menschen, schleppten den ehemaligen Abgeordneten des mexikanischen Parlaments mit Benzin und zündeten ihn an.
Ein Mann (31) wurde in Mexiko lebendig verbrannt. Ein wütender Mob in Huauchinango beschuldigte Daniel P.*, Kinder entführt zu haben. Etwa 200 Menschen versammelten sich daraufhin und schleppten das Opfer zu einem Sportplatz. Dort schleppten sie den Mann mit Benzin und zündeten ihn an.
Gegen die Menge war die Polizei machtlos. Die Behörden versuchten, den Mann mit einem Streifenwagen zu retten, aber die Menge zog ihn aus dem Fahrzeug. Die Polizei konnte den verbrannten Mann nicht erreichen. Nachdem sich die Menschen zerstreut hatten, konnten die Ermittler nur die Überreste der Toten bergen, berichtet “El Universal Puebla”.
Der Grund für das Lynchen war ein Gerücht
„Das ist keine Gerechtigkeit, das ist barbarisch“, sagte die Stadtverwaltung von Huauchinango im Bundesstaat Puebla am Sonntag.
Nach Angaben mexikanischer Behörden kursierten unter Anwohnern Gerüchte, dass das mutmaßliche kriminelle Opfer die Kinder der Stadt entführen wolle. Der Ermordete war ein ehemaliger politischer Berater des mexikanischen Parlaments. Die Conservative National Action Party (PAN) und das Parlament verurteilten die Aktionen der Nachbarn.
Fälle wie dieser häufen sich in Mexiko. Allein in diesem Jahr sind 43 Menschen bei Lynchmorden gestorben und 173 verletzt worden.
* Bekannter Name