Auch nach drei Wochen zieht die deutsche Politik noch keine Schlüsse aus dem Documenta-Skandal. Das deutet darauf hin, dass die Verantwortlichen für Politik und Kultur den Hass auf Israel mit Zustimmung hinnehmen. Ist das die im Koalitionsvertrag versprochene neue „Grüne Kultur“?
Tolerierten sie Antisemitismus? Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Claudia Roth (Bündnis 90 / Die Grünen) und die Leiterin der Documenta, Sabine Schormann, bei der Eröffnung des Kunstevents in Kassel.
Rüdiger Wölk / Imago
Angesprochen auf ihre neue Aufgabe unter der Ampelregierung betonte Claudia Roth immer wieder, dass die Kulturstaatsministerin ein besonders schönes Amt sei: Denn Kultur baut Brücken und keine Mauern. Aber dann zeigte „Kultur“ auf der Documenta 15 sein hässliches Gesicht mit einem offen antisemitischen Gesicht.