Aktualisiert am 26.06.2022 um 14:59 Uhr
- Ein junges Mädchen verschwindet beim Spaziergang mit ihrem Hund im Sauerland.
- Wenig später wird die Leiche eines verbrannten Mädchens entdeckt. Er ist 17 Jahre alt.
- Jetzt wurde ihr Ex-Freund festgenommen.
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Der Fall des vermissten Gymnasiasten aus Iserlohn entpuppte sich als brutales Verbrechen: Nachdem die Leiche der 17-Jährigen noch brannte, nahm die Dortmunder Polizei ihren Ex-Freund fest. Ein Richter schickte den Elektroniker wegen des Verdachts des Totschlags ins Gefängnis. Mehrere Hinweise, die noch nicht besprochen werden können, führten die Ermittler zu dem 26-Jährigen, sagte Oberstaatsanwalt Carsten Dombert am Samstag.
Dombert verriet am Sonntag auf dpa-Anfrage: „Wir haben in einer Scheune in Dortmund Spuren gefunden, die Angehörigen des Angeklagten gehörten. Es dürfte sich um Blut handeln. Jetzt analysiert das Landeskriminalamt eine Bodenprobe.“ Fahrzeuge, die für die Dortmunder zur Verfügung stünden, würden nun eingehend geprüft.
Das Paar hatte sich kürzlich getrennt
Das Paar soll sich etwa eine Woche vor dem Verschwinden des 17-Jährigen getrennt haben. Seine Eltern meldeten sein Verschwinden am 14. Juni. Das Mädchen war mit ihrem Hund durch den Wald spazieren gegangen und nicht nach Hause zurückgekehrt. Auch zu ihrem Schulabschluss ist sie nicht gekommen.
Zwei Tage später brachte der 26-Jährige den Hund des Mädchens samt Halsband und Leine zu ihren Eltern: Er suchte sie erneut im Wald und entdeckte den Hund, sagte er, was den Verdacht der Ermittler schürte.
Als sie verschwand, war die 17-Jährige ganz in Schwarz gekleidet. Die Polizei leitete eine Suchaktion mit einer öffentlichen Fahndung und Fotos des Mädchens ein. Auch Spürhunde und ein Helikopter kamen zum Einsatz.
Ihr Ex-Freund, der Handwerker, war bereits nach dem Verschwinden des Teenagers als Zeuge vernommen worden. Von seiner Festnahme sei er dann ziemlich überrascht gewesen, sagte Dombert.
Aktualisiert am 25.06.2022 um 13:56 Uhr
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Der Verdächtige äußerte sich in den sozialen Medien besorgt
Laut “Bild”-Zeitung hatte der Handwerker kurz zuvor in den sozialen Medien seine Besorgnis geäußert: “Es gibt noch nichts Neues, ich hoffe, es geht gut.”
Eine Obduktion der Leiche habe ergeben, dass die junge Frau nicht durch die Flammen gestorben sei, sondern wenige Tage zuvor an einer “massiven Gewalt gegen den Hals”, sagte Dombert. Die Leiche wurde am Freitag in einem Naturschutzgebiet bei Hamm entdeckt. Ermittler nahmen den 26-Jährigen noch am selben Tag fest.
Ein Radfahrer fand die brennende Leiche am Freitag gegen 5.30 Uhr. „Wir gingen davon aus, dass sie mehrere Tage tot war und dass die Leiche dort nur eingeäschert wurde, um die Überreste zu entfernen“, sagte er am Freitag. Sowohl der Verdächtige als auch das Opfer sind Deutsche.
Zwischen Iserlohn-Letmathe im Sauerland, wo die junge Frau lebte und verschwand, und dem Fundort ihrer Leiche liegen rund 48 Kilometer auf der Autobahn 1. Auf dem Weg passieren Sie Dortmund. Die Frage, wo sich das Mädchen in den zehn Tagen zwischen ihrem Verschwinden und dem Auffinden ihrer Leiche aufgehalten hat, beschäftigt nun die Mordkommission. (dpa/ska) © dpa
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