Leichtathletik: Simon Ehammer ist trotz Podiumsplatzierung in Oslo verärgert

„Im strömenden Regen stehen“

Ehammer ist trotz des Diamond-League-Podiums verärgert

Drei Schweizer starteten beim Diamond-League-Meeting in Oslo. Wirklich zufrieden ist keiner der drei, auch Podestspringer Simon Ehammer (22) nicht.

Gepostet: 16.06.2022 um 22:37 Uhr

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Aktualisiert: 16.06.2022 um 22:51 Uhr

Ebenfalls in Oslo mischt Zehnkämpfer Simon Ehammer (22) mit den besten Weitspringern auf. Wie schon vor zwei Wochen in Rabat (Meer) kletterte er in der Diamond League aufs Podest, diesmal mit 7,95 m als Dritter. Appenzeller ist unzufrieden: «Ich wollte mehr, vor allem wenn ich sehe, dass der Sieg 8.10 ist», sagte er gegenüber SRF. Olympiasieger Miltiadis Tentoglou (Gr) gewinnt erneut. Ehammer hat aber andere Distanzen im Auge: Ende Mai brach er in Götzis (Österreich) mit 8,45 m den Schweizer Rekord.

Noch etwas Ärgerliches für Sportler im Mai beim verregneten Meeting in der norwegischen Hauptstadt: die Organisation! „Zuerst hatten wir kein Zelt und standen zunächst im strömenden Regen“, sagt er. “Die Bedingungen waren schwierig und es gab lange Unterbrechungen.”

Starker Humor bei den anderen beiden Schweizern

Erstmals in der Geschichte der Diamond League starteten zwei Schweizer im Weitsprung. Neben Ehammer Benjamin Gföhler (28) vom LC Zürich. Was ziehst du aus dem Treffen nach Platz neun mit 7,43 m? «Viele nasse Klamotten», sagt Gföhler gegenüber SRF.

Und Hindernissprinter Jason Joseph (23), Fünfter mit 13,55 s über 110 m, ist enttäuscht: „Das ist definitiv nicht das, was ich in den Beinen habe.“ Im vergangenen August lief der Basler 13,12 s. Nach seinem zweiten Outdoor-Fechtrennen in diesem Sommer fügte er hinzu: „Es wäre langweilig, jetzt 13,10 s zu laufen.“

Der Sieg über 110 Meter Hürden geht erneut an Devon Allen (27, USA), der ab August sein Glück als NFL-Profi bei den Philadelphia Eagles versuchen wird.

Nur fünf Läufer werden auf einer Meile schneller

Am Ende des Abends sorgte ein Einheimischer für ein großes Ausrufezeichen: Jakob Ingebrigtsen (21) lief die Meile (1,61 km) in 3:46,46. Damit unterbot er den 23 Jahre alten Weltrekord in der nicht-olympischen Disziplin des Marokkaners Hicham El Guerrouj (3:43,13) um drei Sekunden. Nur vier weitere Läufer und nur ein Europäer waren nie schneller als das norwegische Supertalent. (str)

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