Ein Bilderbündnis finnischer Kampfpanzer Leopard / ASSOCIATED PRESS | Heikki Saukkoa
Deutschland will seiner ukrainischen Nachbarin Slowakei Leopard-Kampfpanzer im Rahmen eines Ringtausches anbieten, wenn die Slowakei ihrerseits die Hauptkampfpanzer T-72 in die Ukraine überführt.
Doch nun gerät die vor zwei Monaten erzielte Einigung ins Wanken: Deutschlands 15 Leoparden reichen nicht für die Landesverteidigung der Slowakei.
Die Slowakei mag klein sein, aber in den letzten Monaten hat sie die Ukraine mit beträchtlichen Waffen und Ausrüstung versorgt.
Wieder kommt es zu Verzögerungen bei deutschen Waffenlieferungen: Vor zwei Monaten teilte das Kanzleramt mit, Deutschland bereite einen sogenannten Ringtausch mit der Slowakei vor. Der Deal: Das Land gibt der Ukraine 7-72 große Kampfpanzer aus der Sowjetzeit im Austausch gegen modernere deutsche Panzer als Ersatz.
Aber bisher ist nichts passiert. Der Grund: Deutschland bot 15 Leopard 2A4-Panzer für 30 T-72 an, zu wenig für die slowakische Landesverteidigung, die deshalb das in der vergangenen Woche geplante Abkommen ablehnte. Dies bestätigte das Verteidigungsministerium von Bratislava am Montagabend gegenüber Business Insider: „Die Realität ist, dass wir die Form der Unterstützung, die Tschechien oder andere Länder zugesagt haben, nicht akzeptieren können. Sie liefern ein Gerät in die Ukraine und erhalten zwei Geräte aus Deutschland oder aus Deutschland.“ ein anderes Land im Gegenzug. Die Slowakei hat 30 T-72-Panzer. Daher können 15 Kampfpanzer Leopard keine Lösung für uns sein, da wir 30 Kampfpanzer für ein Panzerbataillon brauchen”, sagt eine Sprecherin. „Zu diesem Zweck verhandeln wir mit unseren Verbündeten, um zusätzliche Formen der Unterstützung für die Ukraine zu finden, um der sinnlosen Aggression Russlands gegen das Land entgegenzuwirken“, sagte die Sprecherin.
Die Frage ist nun, ob und vor allem wann es zu einer Einigung kommt. Die ukrainische Armee hat im Süden und Osten der Ukraine immer mehr Probleme. Obwohl sich unter anderem Nato-Experten auf einen monatelangen Krieg vorbereiten, dürfte sich die Lage in einigen Regionen spätestens im August zwischen der Ukraine und Russland entscheiden.
Obwohl die Slowakei ein kleines Land ist, hat sie ihre Nachbarin Ukraine früh und umfassend unterstützt. Neben anderen Waffen im Wert von mehr als 150 Millionen Euro spendete die Slowakei auch ihr einziges Flugabwehr-Raketensystem S-300 in der Ukraine. Damit die Slowakei dadurch nicht ungeschützt bleibt, haben Deutschland, die Niederlande und die USA inzwischen insgesamt vier Patriot-Raketensysteme in dem Nato-Land stationiert. In einem ähnlichen Austausch beabsichtigt die Slowakei, ihr sowjetisches Kampfflugzeug MiG-29 an die Ukraine zu übergeben und einen eigenen geschützten Luftraum für Polen und die Tschechische Republik zu haben.
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Letzte Woche wurde die Slowakei von unbekannten Hackern angegriffen. Sie sollen das slowakische Verteidigungsministerium angegriffen haben. „Dieser Angriff war relativ groß, sehr groß“, sagte Verteidigungsminister Jaroslav Nad am Freitag im Fernsehnachrichtensender TA3. Dank der guten Sicherheitsmechanismen des Bundeswehrgeheimdienstes sei der Cyber-Angriff jedoch abgewehrt worden, ohne dass Daten gestohlen worden seien, sagte der konservative Politiker.
Obwohl derzeit kein russischer Hintergrund nachgewiesen werden kann, vermutet er, dass der koordinierte Angriff auf IP-Adressen weltweit eine Reaktion auf slowakische Waffenlieferungen an die Ukraine war. Nad gab am Donnerstag bekannt, dass die Slowakei fünf Militärhubschrauber an die Ukraine übergeben habe, die die EU bezahlen wolle.
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