Letzter Härtetest für das ÖFB-Team in Belgien

Für den Wiener wird das das schwierigste Unterfangen der vergangenen Wochen, wie er mehrfach betonte. Zuvor rechnet er mit einem erfolgreichen Auftritt seiner Mannschaft in Lier bei Antwerpen, die im ersten Testspiel gegen Dänemark in Wiener Neustadt mit einem 2:1 nicht ganz erfolgreich war. „Belgien ist natürlich ein echter Gradmesser und ein echter Härtetest“, ist sich der 41-Jährige sicher. Und Mittelfeldspielerin Sarah Zadrazil fügte hinzu: „Ich bin froh, dass wir ein level playing field haben, wo wir uns nochmal richtig beweisen können.“ Die Belgier liegen auf Platz 19 der Weltrangliste, nur zwei Plätze vor Kapitänin Viktoria Schnaderbeck & Co.

Es ist auch deshalb ein richtungsweisender Test, weil Rivalen England (0:3) und Nordirland (4:1) auch Vorbereitungsspiele gegen zwei EM-Rivalen aus Österreich bestritten haben. Auch ein ÖFB-Spielanalyst war im Stadion, als der Sieg über die Nordiren in Lier dank drei Toren am späten Donnerstagabend verspätet kam. „Das ist ein absolut guter Vergleich für uns, da werden wir gute Informationen bekommen“, sagte Fuhrmann, der in Belgien auf Mariella The Sheriff, Julia Magerl und Katja Wienerroither verzichten wird.

Abschlussshow bei der EM-Generalprobe in Belgien

Die österreichische Nationalmannschaft bestreitet am Sonntag das letzte Testspiel vor der Europameisterschaft in England gegen Belgien. In der Finalshow haben die Spieler die Möglichkeit, sich mit Höchstleistungen dem 23-köpfigen Kader für die Europameisterschaft zu empfehlen.

Bisher nur ein Sieg gegen Belgien

Österreich hat zehn Mal gegen Belgien gespielt. Der einzige Sieg kam am 14. August 2013 in einem 2:1-Testspiel, siebenmal gab es eine Niederlage, viermal in Pflichtspielen. Die beiden jüngsten Begegnungen im Zypern-Pokal im März 2019 endeten mit einem torlosen Unentschieden, der letzte in den Play-offs um Platz drei unterlag dann mit 2:3 im Elfmeterschießen. „Wir haben bereits ein paar Duelle mit Belgien bestritten, ich freue mich auf ein weiteres sehr enges und intensives Spiel. Er ist also ein guter Rivale zur richtigen Zeit“, sagte Zadrazil.

GEPA/Johannes Friedl Nach der EM-Generalprobe in Belgien muss Teamchefin Irene Fuhrmann den Kader auf 23 Spieler verkleinern

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Die Belgier sind körperlich sehr gut und agieren vorne sehr direkt. „Es ist wichtig, unser Pressing gut umzusetzen und weiterzuentwickeln“, skizziert der Bayern-Legionär den Weg. Im Gegensatz zum leicht erkämpften 4:0-Heimsieg über Montenegro am Mittwoch gegen Maria Enzersdorf stößt die ÖFB-Auswahl auf deutlich größere Widerstände. „Uns erwartet ein ganz anderes Spiel gegen Belgien, konkurrenzfähig und robust, gegen eine Mannschaft, die spielen will“, vermutete Top-Stürmerin Nicole Billa, die mittlerweile 43 Länderspiel-Tore auf dem Konto hat.

Letzter Krafttest vor dem Start der EM

Die letzte Belastungsprobe vor der EM in England wartet am Sonntag auf die Auswahl Österreichs mit Belgien. Das Team von Irene Fuhrmann will einem starken Konkurrenten den Garaus machen.

Es ist wichtig, wirklich an die Grenzen zu gehen. “Das gilt sowohl körperlich als auch spielerisch, damit wir der EM den letzten Schliff geben können.” Das Turnier für die ÖFB-Auswahl beginnt am 6. Juli im Auftaktspiel gegen England im Old Trafford Stadium. Dann die Spiele gegen Nordirland (11. Juli) und Norwegen (15. Juli).

„Normale“ Knieprobleme für Schnaderbeck

Ob Schnaderbeck Minuten in Lier hat, ist offen. Wie in der Zeit vor der letzten EM hat der Steirer Knieprobleme. 2017 hatte ihn ein Knochenmarködem im Knie abgelenkt. Den Wettlauf gegen die Zeit gewann der englische Legionär jedoch und stand in allen fünf EM-Spielen auf dem Feld. „Damals war das ein bisschen anders, diesmal haben wir etwas mehr Zeit, das ist das Positive“, sagte der 31-Jährige der APA. Als Folge der Überwindung einer Knöchelverletzung reagierte sein oft betroffenes Knie.

GEPA / Michael Meindl Schnaderbeck kümmert sich um sein Knie, das wie vor der letzten EM Probleme bereitet

„Es ist keine Sorge, die ich habe, aber ich habe etwas im Kopf und muss mich ständig um meinen Körper kümmern. Das Knie ist etwas unausgeglichen, der typische Knorpel, leider bin ich Profi“, sagt Schnaderbeck. Er hat mittlerweile acht Knieoperationen über sich ergehen lassen. „Das ist so, als wäre ich es fast gewohnt, Knieprobleme zu haben.“

Es nahm am 2:1-Unentschieden gegen Dänemark bis zum Schluss teil. Statt einer Erlösung nach Sorgen um das Sprunggelenk folgten jedoch Knieprobleme. Das ist einer der Gründe, warum ihm beim 4:0-Sieg gegen Montenegro ein willkommenes Break verschafft wurde. „Du musst jetzt einfach alles managen. Es geht darum, die richtige Balance zwischen Stress und Entlastung zu finden. Deshalb stellen wir sicher, dass wir die Erholung aufbauen, die wir brauchen, damit sich die Dinge beruhigen können, damit wir bis zum Ende gut zurechtkommen Europäisch“, erklärte Schnaderbeck.

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