LH Wallner muss mehrere Wochen krankgeschrieben werden

Landeshauptmann Wallner meldete sich kurz vor Mittag auf Facebook: Er bestätige, nach mehrwöchiger Krankschreibung in sein Amt zurückkehren zu wollen.

Eine erste Stellungnahme von Schöbi-Fink wird für den Nachmittag erwartet. Die Zeitung Die Presse hatte geschrieben, Wallner solle seinen Rücktritt erklären. Das Land dementierte es gegenüber dem ORF Vorarlberg. Er ist nach Angaben des Bundeslandes für mehrere Wochen krankgeschrieben. Hoher Stress hat seine Spuren in der Gesundheit hinterlassen.

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„Ziel ist die Rückkehr zu den alten Mächten“

Woher die Information über einen Rücktritt stamme, könne er nicht sagen, sagte Themeßl-Huber im Gespräch mit dem ORF Vorarlberg. Er wies die Gerüchte “auf das Schärfste” zurück. Wallner ließ sich auf dringenden Rat seiner Ärzte für mehrere Wochen krankschreiben: „Das Ziel ist, dass Wallner danach zu seiner alten Coolness und Stärke zurückfindet.“

Laut Themeßl-Huber war die Anspannung in den vergangenen Monaten für Wallner sehr hoch. Die CoV-Pandemie ließ lange auf sich warten, besonders belastend waren die Vorwürfe gegen Wallner im Fall ÖVP-Wirtschaftsbund. Nun sind körperliche Probleme aufgetreten. Was er nach seinem Ausscheiden aus dem Amt machen wird, ist derzeit noch nicht bekannt.

„Trotz der gewohnt hohen Arbeitsbelastung waren die letzten Monate von außergewöhnlichen Anstrengungen geprägt. Einerseits müssen wir hier die langen und schwierigen Herausforderungen zur Bewältigung der Krise erwähnen. Andererseits haben natürlich die Vorwürfe rund um die Sache des Wirtschaftsbundes und die damit verbundenen Bemühungen zur Aufklärung dieser unbegründeten Vorwürfe gegen ihn zu einem außergewöhnlich hohen Maß an körperlichen Beschwerden geführt. Daher begibt sich der Landeshauptmann auf dringenden ärztlichen Rat mit sofortiger Wirkung für mehrere Wochen krank“, teilte die Landespressestelle mit.

Grüne: Stabile Postregierungsarbeit

„Beste Genesungswünsche“ kommen vom Koalitionspartner der Grünen: „Wir wünschen insbesondere der Familie und den Angehörigen eine schwere Zeit, gerade für die schwierigen Zeiten“, so die Doppelspitze Daniel Zadra und Eva Hammerer. Beide betonten, dass sie alles tun werden, um einen stabilen Arbeitsplatz in der Landesregierung zu sichern. Wallner muss sich nun zu 100 Prozent auf seine Genesung konzentrieren, die Grünen würden alles tun, um einen Beitrag zu leisten. Zadra und Hammerer gehen davon aus, dass Schöbi-Fink Wallners Vertretung optimal übernehmen wird.

Staatsrätin Katharina Wiesflecker (Grüne) hat volles Verständnis für Wallners Rücktritt. Die Ereignisse der letzten Monate hatten sie erschöpft und sie wünschte ihr alles Gute. Wiesflecker geht davon aus, dass Wallner ins Amt zurückkehren wird. Inzwischen ist die Regierung in der Lage, reibungslos zu handeln.

ÖVP-Klubpräsident: Die Regierung ist handlungsfähig

„Die Landesregierung ist handlungsfähig und die Koalition wird durchhalten“, sagte ÖVP-Klubpräsident Roland Frühstück. Er hat größten Respekt vor Wallners Entscheidung: „Der stärkste Baum kann manchmal bei so einem Wind reagieren.“ Breakfast erwartet, dass Wallner stärker zurückkehrt, als er aufgehört hat. Das Frühstück schloss den Rücktritt des Gouverneurs aus. Krankschreibungen können jeden treffen.

SPÖ: Unterschätzen Sie Arbeit und Verantwortung nicht

Das Amt des Landeshauptmanns sei nicht zu unterschätzen, sagte der SPÖ-Abgeordnete Martin Staudinger, der auch Bürgermeister der Gemeinde Hard ist. Spitzenpolitiker zu sein bedeutet, viele Termine und null Freizeit zu haben. Arbeitsbelastung und Verantwortung sind nicht zu unterschätzen.

Es sei eine schwierige Zeit für die Politik, so Staudinger, der CoV, Krieg und Energiethemen als Beispiele nannte. Für Vorarlberg ist es jetzt wichtig, dass sich die Mitglieder der Landesregierung näher kommen.

Bitschi: „Bleifreies Land“

FPÖ-Landeschef Christof Bitschi zeigte sich überrascht von Wallners Abgang und wünschte ihm alles Gute für seine Genesung. Auf die Frage, ob Wallner zurücktreten würde, antwortete Bitschi: “Wallner trifft diese Entscheidung selbst und nicht wir.”

Für Bitschi ist «der vorübergehende Rückzug ein erster Schritt». Die Leistungsfähigkeit der Landesregierung hat mit dieser Entwicklung eine neue Dimension erreicht: “Unser Staat hat eigentlich keinen Führer.” Wir müssen uns jetzt gemeinsam für den Staat einsetzen, hier würden die Liberalen einen sehr verantwortungsvollen Beitrag leisten und sich die Hand reichen. mit Regierungsparteien zu kooperieren.

NEOS: Mensch und System unterscheiden

Die Präsidentin des NEOS-Clubs, Sabine Scheffknecht, betonte, dass zwischen Mensch und Politik unterschieden werden müsse. Das ÖVP-System ist krank und sollte geändert werden, aber es ist immer noch schlimm, wenn Menschen darunter leiden, vor allem in gesundheitlicher Hinsicht. Sie wünschte Wallner gute Besserung.

Bundeskanzlerin: „Gesundheit geht vor“

Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) wünschte Wallner in einer Aussendung „beste und vollste Genesung“. Er sollte sich die Zeit nehmen, um wieder zu Kräften zu kommen. Die Belastungen für die höhere Politik seien „oft unglaublich hoch“ und eine enorme Belastung für die Gesundheit. “Gesundheit geht vor, auch in der Politik”, sagte die Kanzlerin.

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