Lindner plädiert gegen die Fortführung der 9-Euro-Scheine

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) lehnt eine Nachfinanzierung der 9-Euro-Note oder ein Folgeangebot strikt ab. „Das 9-Euro-Ticket ist eine vorübergehende Maßnahme, genau wie der Tankrabatt“, sagte Lindern am Samstag den Zeitungen der Mediengruppe Funke. „Deshalb sind im Bundeshaushalt weder die Fortführung des Einlagenrabatts noch die Mittel für eine Überwachungsregelung des 9-Euro-Scheins vorgesehen.“

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Wenn das 9-Euro-Ticket Ende August ausläuft, würden die Steuerzahler ein Nahverkehrsangebot ohne Deckung finanzieren, sagte Lindner. „Auch wer das Angebot selbst im ländlichen Raum nicht nutzen kann, zahlt damit.“ Das Konzept überzeugt ihn nicht. „Der Bund wäre jedenfalls nicht in der Lage, ihn zu zahlen, da die Schuldenbremse 2023 erneut erfüllt werden muss.“

Der 9-Euro-Schein ist Teil staatlicher Hilfspakete, die steigende Energie- und Kraftstoffpreise ausgleichen sollen. Aufgrund der großen Nachfrage werden derzeit verschiedene Vorschläge für mögliche Verbindungslösungen diskutiert. Allerdings ist die Finanzierung unklar.

Auch gegen eine Verlängerung des Angebots seitens der Union gibt es Widerstand. Der Fraktionsvorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Thorsten Frei (CDU), sagte am Samstag gegenüber deutschen Redaktionsnetzzeitungen, er halte die Fortführung des Neun-Euro-Scheins für “keine gute Idee”. Aus seiner Sicht sei es „viel klüger“, in den Ausbau der Nahverkehrsinfrastruktur zu investieren und mehr Waggons zu kaufen.


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