Tirols Landeshauptmann Platter tritt nach 14 Jahren im Amt zurück. Die Details dazu gibt die Tiroler ÖVP am Mittag auf einer Pressekonferenz bekannt.
Die für 2023 geplante Tiroler Landtagswahl wird auf den Herbst vorgezogen, wobei Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) zurücktritt und Anton Mattle als seinen Nachfolger nominiert. Dies sind die Säulen, die nach dem heutigen Parteivorstand um 12.30 Uhr bekannt gegeben werden.
Vor dem Treffen hielten sich die Großen der Tiroler Partei wortkarg. Platter und sein designierter Nachfolger Mattle lehnten eine Stellungnahme zunächst ab. Der Chef des ÖVP-Wirtschaftsbundes, Franz Hörl, sagte kurz auf die Frage, was er denn zum Personalwechsel sage: “Ich bin gespannt.” Die „Tiroler Tageszeitung“ berichtete allerdings, dass Hörl und der sehr umtriebige Wirtschaftskammer-Vorsitzende Christoph Walser von Platters Vorgehen nicht gerade begeistert waren.
Es wurde erwartet, dass der Vorstand einstimmig über Mattle abstimmt. Allerdings war nicht klar, ob die ÖVP bereits einen Termin für die Wahlen vorschlagen würde. Ob der Termin ohnehin mit der Präsidentschaftswahl kollidiert, bleibt abzuwarten.
Grüne, Koalitionspartner: „Interne Gespräche laufen“
Der ÖVP-Koalitionspartner, die Tiroler Grünen, wollte sich am Montag nicht zum ÖVP-Landesparteivorstand äußern und hielt sich auch zum weiteren Vorgehen bedeckt. Ein Sprecher sagte, es gebe “ständige interne Gespräche”. Klubpräsident Gebi Mair, der erst am Samstag in einer Landtagsversammlung als Spitzenkandidat für die Landtagswahl nominiert worden war, zeigte sich von Platters Wechsel zu Twitter “nicht überrascht” und pochte auf Stabilität.
Die Parteien im Tiroler Landtag müssen sich nun auf die vorgezogene Landtagswahl im Herbst vorbereiten. Die meisten von ihnen haben bereits ihre besten Kandidaten ausgewählt. Noch war nicht allen Parteien klar, wie die Neuwahlen entschieden werden. Mit den Stimmen von ÖVP, FPÖ und Neos – beide Oppositionsparteien waren dafür – sollte es eine notwendige Zweidrittelmehrheit geben.
(rot.)