Es ist nach 18 Uhr und die Menschen zählen auf Sachsen. In den ersten Runden von 195 Bürgermeisterwahlen und in neun Bezirken werden neue Amtsinhaber gesucht. Im ersten Wahlgang werden unzählige Konstellationen erwartet, die einen zweiten Wahlgang erzwingen werden. Hier sind die Ergebnisse des Abends in kontinuierlichen Updates, Links zu weiteren Informationen und Rezensionen.
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18.30 Uhr: Dresden hat die ersten Ergebnisse der Oberbürgermeisterwahl
Aus Dresden treffen nach und nach die Ergebnisse der einzelnen Stadtgebiete ein. Bisher konnte niemand die perfekte Lösung einsenden, was nicht verwunderlich ist. OBM Dirk Hilbert (FDP) führt mit knapp über 30 Prozent, gefolgt von AfD-Kandidat Maximilian Krah mit rund 20 Prozent der Stimmen.
Die Kandidaten von Esquerra, Verds und SPD haben derzeit jeweils zwischen zehn und 15 Prozent. Die beiden „Nebendenker“ machen zusammen rund fünf Prozent aus.
Hilbert (FDP) in Dresden stärker als erwartet. Dresden.de-Bildschirm
Vorläufige Ergebnisse und Dresden-Ergebnisse
Auch die Ergebnisse der Kreiswahlen können Sie hier verfolgen
Und hier die Ergebnisse der Bürgermeisterwahlen (Stadt eingeben)
18.50 Uhr: Grimma und der Landkreis Leipzig: Zwei Schlagzeilenparade
Grimma und der Landkreis Leipzig (Ergebnisse von Grimma). Grimma.de-Bildschirm
Matthias Berger wird voraussichtlich Bürgermeister von Grimma bleiben. Bei den ersten Zählungen um 18:45 Uhr ist der Abstand zu den beiden Konkurrenten so groß, dass ihre 86 Prozent eine klare Richtung zeigen. Damit bleibt Tobias Burdukat trotz starkem Wahlkampf nur noch knapp über 6 Prozent.
Immerhin darf Gastgeber Rainer Rundet, der den rechtsextremen Freien Sachsen verteidigte, weiterhin Schnitzel für die Gäste braten, die gerne vorbeikommen. Auch im Stadtrat von Grimma wird sie in den kommenden Jahren keine Stimme haben und knapp über 7 Prozent erreichen.
Dem Landrat Heinrich Graichen (CDU) wird dagegen im Kreis Leipzig keine gute Erfolgsbilanz zugetraut, er liegt aber aktuell mit über 60 % in diversen Gemeinden wie Grimma, Borna, Wurzen und im Loßatal – den ersten Wahlgang gewinnen.
Wie prognostiziert sieht das für Jörg Dornau und seine AfD ziemlich schlecht aus. Hier werden es wohl nur noch die aktuellen 25 Prozent und der zweite Platz sein. Derzeit (19 Uhr) wird Graichens Führung in einigen Gemeinden weiter auf 70 Prozent erhöht.
19.15 Uhr: Hilbert später in Dresden, spannender Kampf um Platz zwei
In Dresden wurden bereits mehr als die Hälfte der Flächen ausgezählt. Das Stimmenverhältnis hat sich gegenüber dem ersten vorläufigen Ergebnis nicht allzu weit verschoben; aber es gibt kleine Änderungen.
Altbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) führt weiterhin souverän. Derzeit gibt es 30 Prozent der Stimmen für ihn. Eva Jähnigen von den Grünen und Maximilian Krah von der AfD kämpfen derzeit mit jeweils 17 bis 18 Prozent um Platz zwei. So verlor Krah in der letzten Stunde, als er noch deutlich vor Jähnigen lag, ein paar Prozentpunkte. Auch Albrecht Pallas (SPD) hat mit 15 Prozent Chancen auf den zweiten Platz.
Linkskandidat André Schollbach liegt derzeit bei rund zehn Prozent. Die beiden „Mitdenker“-Kandidaten Marcus Fuchs und Sascha Wolff kamen zusammen auf knapp über fünf Prozent.
Klar ist: In vier Wochen wird es auf jeden Fall einen zweiten Wahlgang geben, da niemand die erforderliche Mehrheit von mehr als 50 Prozent erreichen wird. Wenn alle Kandidaten noch einmal antreten würden, würde Hilbert wahrscheinlich im zweiten Wahlgang gewinnen.
Denkbar wäre zum Beispiel, dass sich Grüne, Linke und SPD dann hinter einer Person versammeln. Unter diesem besonderen Gesichtspunkt ist es spannend zu sehen, ob Pallas heute in Jähnigen noch vorrücken wird. Aktuell fehlen ihm drei Prozentpunkte. Gäbe es eine solche Zusammenarbeit, würde sie wohl stark von der AfD abhängen.
Wenn er wieder ins Rennen einsteigt, hat Hilbert möglicherweise nicht die für eine Mehrheit erforderlichen Stimmen.
Die Dresdnerinnen und Dresdner freuen sich auf einen interessanten zweiten Wahlgang. Zählt die Hälfte der Wahlkreise und stellt sich ein. Bildschirm: Dresden.de
19:30 Uhr: Blaue Träumerei und eine kleine Sensation
Über den Landkreis Mittelsachsen wurde mehr spekuliert und nun ist alles anders als bisher gedacht (von der AfD). Der rot-rot-grüne Bündniskandidat Dirk Neubauer liegt mit über 40 Prozent dort, wo ihn die CDU sicher nicht erwartet hat: an der Spitze. Nach aktuellem Stand konnte der zuvor als Notkandidat geltende Sven Liebhauser von der CDU im ersten Wahlgang nur auf Platz 3 herauskommen, während die AfD mit Rolf Weigand (Landtagsabgeordneter) um die 30 liegt , Prozent.
Hier beträgt der Unterschied zwischen AfD und CDU nur wenige Promille, aber offenbar will Mittelsachsen als erste kleine Überraschung des Tages den tatkräftigen Bürgermeister von Augustusburg als neuen Landrat.
Dirk Neubauer ist ein überparteilicher Kandidat mit Unterstützung des “linken Lagers”, dessen Pragmatismus unter anderem in der Flüchtlingskrise nicht nur die Augustusburger anzog. Als Bürgermeister erlangte Neubauer bundesweit Bekanntheit durch seinen offenen und bürgerlichen Umgang mit gesellschaftlichen Ausnahmesituationen. Das scheint jetzt zu funktionieren.
Mittlerweile zeichnet sich in den teilweise engen, aber immer noch von der CDU dominierten Bezirken ein Rennsport ab. Nur 1/3 der Stimmen wurden ausgezählt, aber die Christdemokraten liegen überall mit ihren Kandidaten vorne.
Grafschaften nach etwa 1/3 in der Mitte der Zählung. CDU vorn und Überraschung in Mittelsachsen. Bildschirm: Sachsen.de
19.50 Uhr: Jetzt ist es klar in Dresden
Kurz vor 20 Uhr sind in Dresden fast alle Wahlkreise ausgezählt. Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) konnte seinen Stimmenanteil erneut auf 32,5 Prozent steigern. Inzwischen scheint auch klar, dass die Grünen-Kandidatin Eva Jähnigen mit 19 Prozent Zweite wird. Der AfD-Kandidat Maximilian Krah rückte sogar auf den vierten Platz vor, hinter Albrecht Pallas von der SPD.
Wer im zweiten Wahlgang erneut kandidiert, steht freilich noch nicht fest. Aber auch jetzt scheinen nur zwei Ergebnisse denkbar: Hilbert bleibt OBM oder Jähnigen übernimmt das Amt. Viel wird davon abhängen, wie sich Linke und SPD verhalten.
Übrigens kommen auf rechtsradikale oder parteiisch denkende Kandidaten etwa 20 Prozent der Stimmen.
20.10 Uhr: Zwei weitere CDU-Aufmärsche und Spekulationen um den zweiten Durchgang
Im Kreis Nordsachsen, wo auch fast alle Wahllokale zur Kreiswahl ausgezählt wurden, zeigt sich nun ein ähnliches Bild wie im Kreis Leipzig: Den Wählern wird versichert, dass sie nicht noch einmal wählen müssen. am 3. Juli 2022. Amtsinhaber Kai Emanuel (CDU) scheint es wie zuvor Henry Graichen (CDU) gelungen zu sein, klare Verhältnisse zu schaffen.
Mit 63,9 Prozent fertig, gab es keine AfD-Bewerber und es ist wahrscheinlicher, dass Uta Hesse 19,7 Prozent für die „Freien Sachsen“ bekam und sogar Torsten Pötzsch (Die Linke, SPD und Bündnis 90/Die Grünen) hinter sich ließ. mit 16.5. Fast 20 Prozent stimmten für einen Kandidaten einer stabilen rechtsextremen Partei, die versuchte, mit linken Forderungen wie der Verbesserung des Kindergartenpersonals zu werben. Grüße von der NSDAP.
Auch dass die Bürgerinnen und Bürger der Sächsischen Schweiz/Osterzgebirge noch einmal wählen müssen, ist sehr unwahrscheinlich. Michael Geisler hält aktuell mit 54,2 Prozent die Position der CDU und verweist bei beiden (24,7 Prozent) klar auf Ivo Teichmann (AfD).
Darüber kann nun in allen anderen Wahlkreisen spekuliert werden. Allerdings nur, was die Kandidaten der Bündnisse von Linke, SPD und Grünen tun. Bleiben Sie dran und verlieren Sie trotzdem oder geben Sie auf und „sichern“ Sie sich den Sieg im zweiten Wahlgang für CDU-Kandidaten, die in dieser Runde normalerweise rund 10 Prozent vor der AfD liegen. Bis auf die Überraschung in Mittelsachsen sind die Abstände zu groß. Gemeinschaftskandidat Sylvio Arndt etwa bekommt in Görlitz nur 10 Prozent.
Relativ sicher ist allerdings schon jetzt, dass die AfD wohl kein einziges Landratsamt erobern und teilweise weit hinter den eigenen Erwartungen zurückbleiben wird.
Zu den vorläufigen Ergebnissen der Kreiswahlen nach etwa 2/3 der Auszählung