Loacker mit Umsatzsteigerung auf Prä-CoV-Niveau

Geschäft

Der Südtiroler Waffelhersteller Loacker, der ein zweites Werk in Heinfels in Osttirol betreibt, steigerte seinen Umsatz im vergangenen Jahr um neun Prozent gegenüber 2020. Loacker erwirtschaftete 281 Millionen Euro und kehrte damit auf Vorpandemieniveau zurück.

22.07.2022 08.13

Online seit heute, 8.13 Uhr

Im ersten Jahr CoV 2020 musste der Kekshersteller Umsatzeinbußen hinnehmen, im Vorjahr konnte Loacker diesen Nachteil ausgleichen, wie das Unternehmen an diesem Donnerstag in einer Pressekonferenz mitteilte.

Zur positiven Umsatzentwicklung trugen laut Loacker die außerordentlichen Zuwächse in China mit einem Plus von 47 Prozent und in Australien mit 32 Prozent bei. Der Kekshersteller beliefert mehr als 100 Länder auf der ganzen Welt. Loacker hat nach eigenen Angaben einen Marktanteil von knapp fünf Prozent bei den Wafern. Der mit Abstand wichtigste Absatzmarkt ist Italien, gefolgt von Saudi-Arabien, Israel und den USA.

Loacker Die Loacker Zentrale in Unterinn in Südtirol

Nachhaltigkeit und neue Konsumtrends

Wie der Verwaltungsratspräsident von Loacker, Ulrich Zünelli, an der Pressekonferenz erklärte, fordern die Kunden zunehmend Nachhaltigkeit und Transparenz in der Produktion. Dies gilt unter anderem für die Rohstoffbeschaffung, bei der Loacker mit lokalen Initiativen in den Herkunftsländern von Kakao und Vanille zusammenarbeitet. Mittlerweile produziert Loacker seine eigenen Haselnüsse in der Toskana und kooperiert mit Vertragsbauern aus verschiedenen italienischen Regionen. In drei Jahren soll die Hälfte des Bedarfs an Haselnüssen aus diesen Quellen gedeckt werden.

Als Antwort auf neue Verbraucherwünsche produziert Loacker auch Mehrkornwaffeln. Einige der Produkte werden mit reduziertem Zuckergehalt angeboten.

Loacker Loacker beschäftigt am Osttiroler Standort Heinfels 380 Mitarbeiter

Rund 1.000 Mitarbeiter in Süd- und Osttirol

Loacker beschäftigt derzeit knapp über 1.000 Mitarbeiter, davon 600 im Südtiroler Stammwerk in Unterinn oberhalb von Bozen. Am zweiten Heinfels-Standort in Osttirol sind 380 Mitarbeiter beschäftigt. Der Rest verteilt sich auf Handelsbüros, Milchpulver und Haselnussproduktion. Laut Management ist die Suche nach neuen Mitarbeitern derzeit eine extreme Herausforderung. Der Arbeitsmarkt in Süd- und Osttirol ist praktisch leer. Es geht also auch darum, die vorhandene Belegschaft durch Sonderleistungen, Schulungen und ein zufriedenstellendes Arbeitsumfeld im Unternehmen zu halten.

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