– Besser als die echten? Abbas Avatare betreten die Bühne
Zum ersten Mal tauchten digitale Bilder der Kings of Pop vor Publikum auf. Die mit Spannung erwartete Show ist brillant und technologisch innovativ. Als der Vorhang fiel, hielt unser Autor den Atem an.
Joachim Hentschel, London
Gepostet heute um 10:50 Uhr
Promis im Publikum, Poplegenden auf der Bühne: die Show „Abba Voyage“ in London.
Fotos: PD
Klar ist, dass in einer so langen Geschichte wie dieser Shakespeare irgendwann zitiert werden muss. Und damit wir das schnell verschmerzen können, passiert gerade hier in London, wo in jedem dritten Pub ein Spruch von „Romeo und Julia“ oder ein Vers aus den 154 Sonetten an der Wand klebt, relativ schnell etwas. „To be or not to be“, ist Benny Andersson in der ersten Ankündigung des heutigen Konzerts zu hören, während sein 40-jähriger Doppelgänger, volldigital, den Mund auf- und zumacht: „To be or not to be, that ist. es wird nicht mehr die Frage sein.“
Es ist eine freche Aussage, ziemlich lustig und fast ein bisschen blasphemisch. Aber die 3.000 Menschen in der Dunkelheit eines filmähnlichen Raums wissen sofort, was es hier bedeutet. Das heißt, wenn Benny Andersson selbst, also diese im Detail sichtbare Figur vor dem Bühnenlicht, die gerade dabei ist, Abbas Hit „SOS“ auf einem volldigitalen Pixelklavier zu singen, jetzt ein Mensch ist oder nur der gut. geplante Kopie eines Menschen, macht dies derzeit keinen so großen Unterschied, wie viele vielleicht denken.