Pere Müller
Wenn Ihr Mac einen Schwachpunkt hat, dann ist er mit Frontkameras für Videoanrufe ausgestattet. Mit macOS Ventura hat Apple eine Lösung vorbereitet, die man schon früher hätte finden können: Warum nicht die hervorragenden Kameras des iPhones nutzen?
Vergrößern Sie den Desktop mit der Weitwinkelkamera im Blick
© Apfel
Warum haben wir erst während der Pandemie erkannt, dass die Frontkameras von Macbooks so schlecht sind? Bis vor ein paar Tagen war die 720p-Auflösung die höchste der kommenden MacBooks, aber mit den Fähigkeiten der neuralen Kerne des M1 hat sich die Qualität des Macbook Air und Macbook Pro im November deutlich verbessert. Zumindest das Macbook M2 hat jetzt eine 1080p-Kamera (die alte Lösung bleibt beim Macbook Pro M2), aber im Gegensatz zu den Kameras und dem Studiobildschirm des iPad macht dies keinen Sinn in der Mitte der Bühne: der Person vorne. des Computers bleibt dank des Weitwinkelobjektivs, das die Software auf das Gesicht ausrichtet, immer im Bildausschnitt.
Die Lösung, die Apple mit macOS 13 Ventura und iOS 16 einführt, macht auch für das neue Macbook Air M2 mit seiner verbesserten Optik Sinn: Continuity Cam mit Desk View.
Endlich eine anständige Kamera für Macbooks
Der erste Teil bedeutet, dass das iPhone (ab iOS 16) am Ventura Mac als Webcam genutzt werden kann, was bisher mit einer App wie EposcCam Webcam möglich war (wir berichteten). Was zu tun ist: Stellen Sie das iPhone so auf ein Stativ, dass das Kameramodul über den Rand des Laptop-Bildschirms hinausragt und die Person vor dem Bildschirm sichtbar ist. Später in diesem Jahr wird Belkin Support über den Apple Store anbieten, der das iPhone nahtlos mit dem Cover des Macbooks verbindet.
Das Einzige, was zu beachten ist, ist, dass Mac und iPhone mit derselben Apple-ID arbeiten. Jede Anwendung, die eine Kamera verwendet, nicht nur Apples Facetime, sondern auch Teams, Zoom, Webex und so weiter, kann auf das iPhone als Kamera zugreifen.
Der Vorteil: Das Bild ist im Vergleich zur internen Kamera spürbar besser. (Der Mac Mini und Mac Pro haben nicht einmal eine interne Kamera, in diesem Fall ist es Sache des iPhone, die Bildqualität mit der externen Webcam zu vergleichen). Ein weiterer Vorteil: Alle Effekte des iPhone-Portrait-Modus stehen nun zur Verfügung, insbesondere das „Studiolicht“, das die Person vor dem Bildschirm noch besser vom Hintergrund abhebt, als würde sie von einem Lichtring beleuchtet. Das ist aber eine etwas steile These, auch wenn man im Alltag auf zusätzliche Beleuchtung verzichten kann, wird eine per Algorithmus berechnete Beleuchtung kaum mit einer professionellen Lösung mithalten können.
Der Schreibtisch im Blick
Allerdings hat das iPhone in diesem Modus noch einen weiteren Trick: die Desktop-Ansicht. Denn warum einen Ultraweitwinkel haben? Das 120-Grad-Sichtfeld der Kamera reicht aus, um zu zeigen, was sich vor dem Computer auf dem Desktop abspielt. Natürlich würden die Hände und Gegenstände vor der Tastatur verzerrt und verkehrt herum dargestellt, wenn die Rechenleistung der iPhone-Chips das Bild nicht in Echtzeit begradigen würde. Das funktioniert auf den ersten Blick überraschend gut: Die Gesprächspartner werden staunen, wo sich die zweite Kamera befindet.
Eine zweite Kamera kommt nur ins Spiel, wenn man die Centerstage ausschaltet. Denn dieser Modus erfordert die Ultraweitwinkelkamera der iPhones der 11er-Serie, wenn Sie vor Ihrem Computer sitzen oder noch vor dem Computer sitzen und das Ultraweitwinkelobjektiv das erledigt Schreibtisch.
Daraus ergeben sich die Systemvoraussetzungen: Das iPhone muss über eine Weitwinkelkamera verfügen, wie sie Apple seit der 11er-Serie im Jahr 2019 verbaut. Auch im 11er ist der A13 Bionic verbaut, dessen Rechenleistung für diesen Trick ausreicht. Für die Durchgangskamera-Studienleuchte wird jedoch mindestens die 12er-Serie mit dem A14 Bionic benötigt.