Macron spricht mit Erdogan über Nato-Einsätze in nördlichen Ländern

Im Gespräch mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan über die Blockierung des Nato-Beitrittsprozesses für Schweden und Finnland prophezeite der französische Staatschef Emmanuel Macron eine schnelle Lösung des Konflikts.

Nach einem einstündigen Telefonat am Donnerstag teilte das Palais de l’Élysée in Paris mit, Macron habe den Wunsch geäußert, dass die Gespräche fortgesetzt werden könnten, um eine schnelle Lösung zu finden. Folglich betonte Macron, wie wichtig es sei, die souveräne Entscheidung der beiden Nordländer zu respektieren.

Erdogan habe gegenüber Macron deutlich gemacht, dass Finnland und Schweden aus türkischer Sicht terroristische Organisationen unterstützten und dass dies nicht dem Bündnisgeist der Nato entspreche, teilte das Präsidialamt in Ankara mit.

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Als Folge des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine wollen Finnland und Schweden dem westlichen Militärbündnis beitreten. Die Türkei ist derzeit das einzige NATO-Mitglied, das den Beginn des Aufnahmeverfahrens der beiden nordischen Länder öffentlich blockiert.

Ankara begründet seine Position mit der angeblichen Unterstützung Finnlands und Schwedens für „terroristische Organisationen“ und verweist dabei auf die verbotene kurdische PKK, die syrische Kurdenmiliz YPG und die Gülen-Bewegung. Die finnische und die schwedische Delegation haben am Mittwoch Gespräche mit türkischen Vertretern in der Türkei geführt.

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