Doch zu seiner alten Liebe kehrte er nicht zurück: Cristiano Ronaldo wird bedient Bild: imago
Eine Woche nach der Heimniederlage gegen Brighton beim Auftakt der Meisterschaft wurde die Chance, Wiedergutmachung zu leisten, zu einem großen Debakel für Manchester United. Der einstige Spitzenklub kam bei Brentford übel unter die Räder.
13.08.2022, 20:5113.08.2022, 20:59
Konsequenzen
Die Startelf war vielversprechend, Cristiano Ronaldo war zurück. Beim 2:1 gegen Brighton & Hove Albion musste der portugiesische Superstar zunächst auf der Ersatzbank Platz nehmen.
Um Ihnen eine Vorstellung davon zu geben, über welche starken Spieler der neue Trainer Erik ten Hag verfügt, werfen wir einen Blick auf die Startelf von Manchester United:
David von Gea; Luke Shaw, Lysandro Martinez, Harry Maguire; Fred, Christian Eriksen; Marcus Rashford, Bruno Fernandes, Jadon Sancho; Cristiano Ronaldo.
Aber elf gute Namen reichen nicht aus, um als Team gut zu spielen. Denn diese Weltauswahl der „Red Devils“ hatte im Gtech Community Stadium nichts zu melden. Die Nobodies von Brentford FC nutzten die Einladungen der United-Abwehr entscheidend. Bereits zur Pause gingen die „Bees“ überraschend mit 4:0 in Führung.
Schrecklicher Verteidigungsjob
Das erste Tor war ein Geschenk von de Gea. Der Torhüter platzierte einen Schuss aus rund 20 Metern unter dem Bauch.
1:0 Brentford: Josh Dasilva (10.) Video: streamja
Auch beim zweiten Tor machte De Gea im Spielaufbau alles andere als eine gute Figur. Ein kurzer Pass ging zu kurz. Der starke Däne Mathias Jensen eroberte den Ball und schob zum 2:0 ein.
2:0 Brentford: Mathias Jensen (18.).Video: streamja
Tor Nummer drei war der schlampigen Defensivarbeit der Mannschaft geschuldet, Ben Mee traf nach einer Ecke. Und als wenige Minuten später Manchester United im Angriff war, verlor Sancho im Strafraum den Ball und Bryan Mbeumo vollendete zwölf Sekunden später einen lupenreinen Konter zum 4:0.
3:0 Brentford: Ben Mee (30.).Video: streamja
4:0 Brentford: Bryan Mbeumo (35) Video: streamja
“Sie laufen nicht, sie sprinten nicht, das bedeutet für mich, dass sie nicht 100 Prozent geben”, sagte Roy Keane, der frühere United-Kapitän, nach der Niederlage gegen Brighton. Er sehe in dieser Mannschaft “keine Persönlichkeit, keinen Charakter”. Fernsehexperten und Millionen von Fans auf der ganzen Welt werden die Gesprächsthemen nicht ausgehen. Es war die siebte Niederlage in Folge als Gast während der gesamten Saison. Man muss bis 1936 zurückgehen, um eine so schlechte Serie zu finden.
Der lange Schatten von Sir Alex
Eines der Diskussionsthemen wird Cristiano Ronaldo sein. Über seine angebliche Wechselbereitschaft wird schon länger berichtet. Diese Debatte wird zweifellos nach der düsteren Leistung in Brentford Fahrt aufnehmen. Ronaldo hat in seiner glanzvollen Karriere nur noch zweimal verloren: 2010 mit Real Madrid 0:5 im Clásico gegen den FC Barcelona, mehr vom FC Liverpool.
Ob mit oder ohne den fünfmaligen Weltfußballer des Jahres: Manchester United steht eine weitere harte Saison bevor. Nächsten Sommer ist es zehn Jahre her, dass Sir Alex Ferguson als Trainer zurückgetreten ist. Der Schotte ging 2013 mit dem Meistertitel davon, und Manchester United wartet seitdem auf die nächste Meisterschaft.
Glücklichste Zeiten: Sir Alex Ferguson mit dem Meisterpokal 2012/13. Bild: EPA
Unter Louis van Gaal gewannen die „Red Devils“ 2016 den FA Cup, ein Jahr später unter José Mourinho die Europa League. Dies sind im Moment die einzigen wertvollen Trophäen.
Rote Teufel mit roter Laterne
Offenbar ist der Schatten des mürrischen Schotten im Old Trafford noch zu lang. Nach Ferguson versuchten David Moyes, Ryan Giggs (ad interim), van Gaal, Mourinho, Ole Gunnar Solskjaer, Michael Carrick (ad interim) und zuletzt Ralf Rangnick vergeblich, mit dem Rekordmeister einen 21. Meistertitel zu gewinnen. Ob ten Hag das gelingt, scheint fraglich. Er war der erste United-Manager, der seine ersten beiden Spiele seit dem Zweiten Weltkrieg verlor.
Nach nur zwei Spielen hat Manchester United sechs Punkte Rückstand auf den Lokalrivalen und Titelverteidiger Manchester City, der einen perfekten Start erwischte. Die einst europaweit gefürchteten „Red Devils“ tragen die rote Laterne der Premier League.
1992 – Manchester United beendet zum ersten Mal seit dem 21. August 1992 einen Tag das Schlusslicht der Premier League-Tabelle. Geburtstag. #PL30 pic.twitter.com/Z2GBJOLbnV
– OptaJoe (@OptaJoe) 13. August 2022
ManUtd ist zum ersten Mal seit 30 Jahren Schlusslicht.
Man City und Arsenal haben gewonnen:
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