Manchester United: Cristiano Ronaldo steckt in einer Sackgasse

Während Ronaldo mit seinen persönlichen Problemen zu kämpfen hatte, war Agent Jorge Mendes auf dem Transfermarkt aktiv. Der 56-Jährige bot Ronaldo vielen Erstligisten an. Laut “Le Parisien” sei eine Anfrage von Paris Saint-Germain eingegangen. Laut “The Athletic” war auch der FC Chelsea ein Kandidat. Sogar der FC Bayern wurde erwähnt. Doch Konzernchef Oliver Kahn sagte ab. „So sehr ich Cristiano Ronaldo als einen der ganz Großen schätze: Ein Transfer würde nicht in unsere Philosophie passen“, wird der „Kicker“ zitiert. Mit beiden Klubs wurde keine Einigung erzielt.

Der, der gegen Ronaldo spricht

Die Gründe für die Absagen sind sowohl wirtschaftlicher als auch sportlicher Natur. In Manchester soll Ronaldo umgerechnet knapp 30 Millionen Euro brutto im Jahr verdienen. Ein Gehalt, das sich nur wenige Spitzenklubs leisten können. Zum Vergleich: Bayerische Topverdiener wie Manuel Neuer bringen rund 20 Millionen Euro im Jahr ein.

Es ist das Preis-Leistungs-Verhältnis, das nicht mehr passt. Denn auch wenn „CR7“ einer der besten Spieler der Fußballgeschichte ist, sieht man ihm sein Alter an. In der Saison 2017/18 erzielte Juventus 86 Tore in der Serie A. Dann verpflichteten sie Ronaldo. In den drei Jahren mit ihm waren es 70, 76 und 77 Tore. In der Saison 2020/21 erzielte Manchester United in der Premier League 73 Tore. Im vergangenen Jahr mit Ronaldo waren es 57.

Der Ausgleich mit den Portugiesen war einst das Erfolgsrezept von Real Madrid. Nun führt diese Taktik nicht mehr zu Titeln. Das merkten auch die anderen Spitzenklubs. Beim Laufen kann der 37-Jährige auf höchstem Niveau einfach nicht mithalten. Der Datenanbieter „StatsBomb“ hat Ronaldos Werte der vergangenen Saison mit den übrigen Feldspielern – mit Ausnahme der Innenverteidiger – in den fünf größten Ligen Europas verglichen. Das Ergebnis: Kein Spieler presste den Gegner so selten in 90 Minuten wie der „Red Devils“-Superstar.

Im heutigen Fußball, wo fast alle Spitzenteams auf intensives Pressing und Gegenpressing in allen Bereichen des Spielfelds setzen, gehen Ronaldos Werte nach hinten los.

Gibt es eine Investition?

Auch Erik ten Hag verlangt von seinen Spielern ständige Konzentration. Was ihn betrifft, die Mannschaft “treibt den ganzen Tag und wenn wir können, bringen wir es auf den Platz.” Weit nach vorne, wo Ronaldo spielen soll. Wird er es einfach spielen? Weder ten Hag noch Ronaldo selbst können die Frage beantworten.

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