Mann vom Erdboden verschluckt: So entstand der Schrecken des Schwimmbads in Israel

Etwa 50 Menschen feiern am Donnerstag in einer gemieteten Villa in der israelischen Stadt Karmei Yosef eine Firmenfeier. Doch das Festival endet in einer Tragödie.

Plötzlich stürzt der Beckenboden ein und das Wasser stürzt in ein Loch im Boden – Klil K.* (†32), der sich gerade im Becken aufhält, wird vom Whirlpool mitgerissen. Er hat keine Chance und stirbt. Die israelische Polizei verhört die Besitzer nun wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung, wie The Times of Israel schreibt.

Das Loch, das sich plötzlich am Grund des Beckens öffnete, war 13 Meter tief: Die Retter mussten vier Stunden arbeiten, bevor sie Ks Körper erreichten, der noch am Tatort für tot erklärt wurde. Auch ein zweiter Badegast kam beinahe ums Leben. Obwohl er vom Strudel mitgerissen wurde, konnte er sich rechtzeitig befreien und wurde leicht verletzt.

“Der Boden ist gerade gefallen!”

In einem Interview mit dem israelischen „Channel 12“ beschrieb einer der Teilnehmer die Katastrophe: „Plötzlich begann der Wasserspiegel rapide zu sinken und ein riesiges Loch tat sich auf!“

Ein anderer Zeuge berichtete, der Strudel habe K. in Sekundenschnelle verschluckt. Ich war mir sicher, dass es noch mehr Opfer geben könnte, aber zum Glück befanden sich zu diesem Zeitpunkt nur zwölf Personen im Becken.

Nachtschwärmer, die sich außerhalb des Pools aufhielten, sahen bald, dass das Loch eine echte Gefahr darstellte, und riefen ihren Kollegen zu, aus dem Pool zu eilen. Aber die Leute am Pool hielten das zunächst für einen Scherz. Tödlich! „Sekunden später ist der Boden einfach heruntergefallen. Ich habe zwei Menschen verschwinden sehen“, sagte ein Zeuge.

Die Eigentümer hatten keine Baugenehmigung für ein Schwimmbad

Nach Angaben von Feuerwehr und Rettungsdienst wurde die Suche durch die Befürchtung erschwert, dass die von der Höhle ausgehenden Tunnel einen zweiten Einsturz verursachen könnten.

Sie mussten eine Stützstruktur errichten, um zu verhindern, dass die Oberfläche des Pools weiter in sie einsinkt, bevor sie den Körper des vermissten Mannes finden konnten.

Israelische Medien haben berichtet, dass solche Veranstaltungen regelmäßig in dem Gebäude stattfinden. Aber: Der Eigentümer hatte vor dem Bau des Pools nicht um Erlaubnis gefragt. Wenn ja, wäre die Genehmigung wegen lokaler Infrastrukturprobleme nicht erteilt worden, heißt es in einem nicht näher bezeichneten Bericht des öffentlich-rechtlichen Senders Kan. (chs)

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