Der Polizeichef, der für die Grundschule von Uvalde zuständig war, ist als Stadtrat zurückgetreten. US-Medien berichten.
Mehr als einen Monat nach dem Massaker an einer Grundschule in Texas, bei dem 21 Menschen ums Leben kamen, ist der Polizeichef des Schulbezirks Medienberichten zufolge als Stadtrat zurückgetreten. „Ich denke, das ist die beste Entscheidung für Uvalde“, sagte die lokale Zeitung Uvalde Leader News am Freitag unter Berufung auf Pete A. Der Fokus sollte jetzt auf Anerkennung liegen, nicht auf „Ablenkungen“.
Der Sender ABC berichtete am Samstag, dass der Stadtrat das Rücktrittsschreiben erhalten habe. Laut Absender war der Brief vorhanden. A. war zuvor als Schulbezirkspolizeipräsident beurlaubt worden. Er wurde am 7. Mai in den Stadtrat gewählt und am 31. Mai vereidigt, eine Woche nach den dramatischen Ereignissen an der Schule, berichtet der US-Sender NPR.
Nach 75 Minuten stürmte die Polizei das Klassenzimmer
Ein 18-jähriger Schütze hat Ende Mai in einer Grundschule in der Kleinstadt Uvalde 19 Kinder und zwei Lehrer erschossen. Der Angreifer feuerte mit einem Sturmgewehr auf Kinder und Lehrer in zwei miteinander verbundenen Klassenzimmern. Knapp 75 Minuten nachdem der Schütze das Feuer eröffnet hatte, stürmten Einsatzkräfte in den Raum und töteten den Täter. Die Polizei wurde wegen ihres zögerlichen Eingreifens heftig kritisiert.
Zuletzt hatte es heftige Kritik von den Eltern der Opfer gegeben. Sie beklagen, dass die Aufklärung zögerlich vorangehe und wichtige Fragen nicht beantwortet würden. Nach dem Massaker machten die Behörden widersprüchliche Aussagen zu den Vorfällen im Zusammenhang mit dem Polizeieinsatz und korrigierten frühere Aussagen mehrfach. Laut NPR hatte A. betont, dass er sich nicht als Kommandeur sehe und kein Funkgerät bei sich habe.