Mc-Donalds neuer möglicher Name in Russland ist unverschämt

Als Folge des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine wurde McDonald’s Mitte Mai in Russland eingestellt. Nach mehr als 30 Jahren im Land verkaufte die amerikanische Fast-Food-Kette ihre Filialen an den russischen Oligarchen und Lizenzpartner Alexander Govor. Was er nun mit traditionellen Burgern vorhat, sorgt für Aufsehen.

Medienberichten zufolge will Govor die traditionelle Speisekarte beibehalten. Damit dürften die Russen weiterhin in den Genuss von Big Mac, Happy Meal und Co. kommen. Aber eines ist klar: Govor muss seinen Namen ändern. Anscheinend hat sich der Oligarch schon Gedanken gemacht und mögliche Marken für das Unternehmen angemeldet. Dies geht aus den Patentdokumenten vom Freitag hervor, über die CNN berichtet.

“McGenocide: Ich töte ihn”

Unter den möglichen Namen: „Fun and Tasty“ (deutsch: Spaß und Genuss). Dieser Vorschlag hat im Internet für Empörung gesorgt, denn der Krieg in der Ukraine ist genau das Gegenteil. Ein Twitter-Nutzer schlägt einen seiner Meinung nach treffenderen Namen für den russischen Lizenznehmer vor und spielt damit auf den weltberühmten Slogan „I’m love it“ an: „McGenocide – I’m killing it“.

Andere registrierte Namen: „The Same One“, „Just Like That“ und „Open Checkout“. Alexander Govor wird voraussichtlich in den kommenden Wochen eine Entscheidung treffen. Vor dem Krieg hatte er als Konzessionär 25 Filialen betrieben, jetzt kontrolliert er die 850 McDonald’s-Restaurants in Russland.

100 Arbeiter starben in seiner Mine

Über Govors Vergangenheit ist nicht viel bekannt. Es ist auch nicht klar, was das große Vermögen des russischen Oligarchen ist. Laut Forbes wurde er im Kohlegeschäft reich. Aber es lief nicht immer gut. 2007 wurde Govor in eine Tragödie verwickelt. Die Minen seines Bergbauunternehmens Yushkuzbasugol explodierten und töteten mehr als 100 Arbeiter. Damals schloss ein russischer Aufsichtsrat das Unternehmen vorübergehend.

Govor war der tödliche Unfall. Evraz, das teilweise dem russischen Milliardär und ehemaligen Chelsea-Besitzer Roman Abramovich (55) gehört, kaufte es aus dem Unternehmen heraus.

Seitdem hat sich Govor auf das Ölgeschäft konzentriert, investiert jetzt aber stark in das Fast-Food-Geschäft. Beim Kauf erklärte sich der Oligarch bereit, die rund 60.000 Mitarbeiter für mindestens zwei Jahre weiterzubeschäftigen und zu bezahlen. (nein)

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