Medienbericht Ukraine meldet Probleme mit deutschen Panzerhaubitzen
29.07.2022, 11:55 Uhr
Nur einen Monat nach der Lieferung der deutschen Panzerhaubitzen in die Ukraine zeigen die Artilleriegeschütze einem Pressebericht zufolge bereits deutliche Verschleißerscheinungen.
Mitte der Woche teilte die Regierung in Kiew dem Verteidigungsministerium in Berlin mit, dass einige der sieben Ende Juni 2000 gelieferten Panzerhaubitzen nach schwerem Beschuss russischer Stellungen Fehlermeldungen zeigten. Daher müssen mehrere Schalen repariert werden.
Die Bundeswehr gehe davon aus, dass die Probleme mit der hohen Feuerrate zusammenhängen, mit der die ukrainischen Streitkräfte die Waffen einsetzen, heißt es in dem Bericht. Dadurch wird der Lademechanismus der Haubitze stark belastet. In Deutschland würden 100 Granaten am Tag als hochintensiver Einsatz gelten, aber die Ukrainer haben offenbar viel mehr Granaten abgefeuert.
Zudem hätten die Soldaten an der Front zunächst versucht, Spezialmunition auf zu große Distanz abzufeuern, berichtete der „Spiegel“. Daher erklärte sich die Bundeswehr bereit, schnell weitere Ersatzteilpakete in die Ukraine zu schicken, um die Probleme zu lösen. Gleichzeitig verhandelt die Bundesregierung mit der Rüstungsindustrie über den Aufbau eines Reparaturzentrums in Polen. Notwendige Reparaturen am angelieferten Material konnten dort schneller durchgeführt werden.