Medizinstudium: Dieses Jahr weniger Bewerber

Wissenschaft

Am Freitag findet die Aufnahmeprüfung für das Medizinstudium statt. Bei 2.650 Bewerbern für 370 Studienplätze an der Medizinischen Universität Graz kämpfen etwa sieben Personen um einen Studienplatz. Insgesamt kamen fast 16.000 Menschen zu den vier Med-Unis, im vergangenen Jahr waren es rund 2.000 mehr.

07.06.2022 14/39

Ab heute, 14:39 Uhr online

Die Chancen auf einen Studienplatz sind dieses Jahr besser als in den letzten beiden Jahren. Waren es im Vorjahr mit 18.000 Immatrikulationen deutlich mehr Bewerber, kommen in diesem Jahr 110 zusätzliche Studienplätze hinzu. 70 davon befinden sich in Linz, 20 in Wien und je zehn in Graz und Innsbruck. Insgesamt gibt es 760 Medizinstudienplätze in Wien, 410 in Innsbruck, 370 in Graz und 310 in Linz.

Achtstündiges Aufnahmeverfahren

Anders als 2021 ist der 3G-Test zur Teilnahme nicht mehr erforderlich, das Tragen einer FFP2-Maske jedoch verpflichtend. In acht Stunden werden schulische Kenntnisse in Biologie, Chemie, Physik und Mathematik, Lese- und Textverständnis sowie kognitive Fähigkeiten geprüft. Im Testteil „Sozio-emotionale Kompetenz“ sollen Bewerber anhand einer Situationsbeschreibung zum Beispiel feststellen, wie es dem Gegenüber geht. In der Regel legen rund 80 Prozent der Studienbewerber die Prüfung am Prüfungstag ab.

Mindestens 95 Prozent sind EU-Kandidaten

Der Maturitätsabschluss ist keine Voraussetzung für die Prüfung, der Maturitätsabschluss muss lediglich im Rahmen des Zulassungsverfahrens vorgelegt werden. In der Humanmedizin gehen mindestens 95 Prozent der Studienplätze an allen Universitäten an EU-BewerberInnen und mindestens 75 Prozent an BewerberInnen mit österreichischem Maturitätszeugnis. Die Einstufung in der Zahnmedizin ist unabhängig von der Nationalität. Bewerber mit den besten Testergebnissen werden akzeptiert.

Studieren im öffentlichen Interesse

Erstmals konnte eine bestimmte Anzahl medizinischer Studienplätze für Aufgaben von öffentlichem Interesse reserviert werden. Trotz der hohen Nachfrage nach mehr Kassenärzten im Land wurde das Modell kaum genutzt: Nur das Bundesheer bekam zehn Studienplätze an der Med-Uni Wien. Die Kandidaten nehmen auch am normalen Aufnahmetest teil. Sie müssen jedoch nicht zu den Top 680 Bewerbern für Humanmedizin gehören. Dagegen reichen 75 Prozent der Punktzahl aller Bewerber aus.

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *