Mega historische Einigung: Siemens bringt Hochgeschwindigkeitszüge nach Ägypten

Historischer Mega-Deal Siemens bringt Hochgeschwindigkeitszüge nach Ägypten

28.05.2022, 22:22

Ägypten baut ein Schnellzugsystem. 60 Städte müssen auf insgesamt 2.000 Kilometern verbunden werden. Den Zuschlag erhielten Siemens und zwei Partner. Das Münchner Unternehmen wird für mehrere Jahre Dutzende von Zügen sowie Lokomotiven und das System liefern.

Siemens hat nach eigenen Angaben den größten Auftrag in seiner 1775-jährigen Geschichte erhalten. Der Industriekonzern muss in Ägypten ein Hochgeschwindigkeitszugsystem aufbauen. Das Münchner Unternehmen gab bekannt, dass es mit zwei Partnern einen Vertrag zum Bau der weltweit sechstgrößten Anlage ihrer Art unterzeichnet hat.

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Demnach hat allein Siemens einen Auftragswert von 8,1 Milliarden Euro. Darin enthalten sind auch 2,7 Milliarden Euro für die erste Strecke, die im vergangenen Jahr vereinbart wurde. Siemens-Partner sind Orascom Construction und The Arab Constructors. Bei der Vertragsunterzeichnung war auch der ägyptische Präsident Abdel Fattah El-Sisi anwesend. Bundeskanzler Olaf Scholz schickte eine Videobotschaft.

Nach weiteren Angaben des DAX-Konzerns ist der Bau eines 2.000 Kilometer langen Hochgeschwindigkeitsnetzes geplant. Es soll 60 Städte des Landes verbinden. Auf drei Strecken werden Züge mit bis zu 230 Kilometern pro Stunde fahren: auf der 660 Kilometer langen Strecke zwischen den Hafenstädten Ain Sokhna am Roten Meer und Marsa Matrouh und Alexandria am Mittelmeer. Die zweite Route verbindet Kairo und Abu Simbel nahe der Grenze zum Sudan auf mehr als 1100 Kilometern. Die dritte Route ist etwa 225 Kilometer lang und soll Luxor mit Hurghada verbinden.

Siemens Mobility wird 41 Hochgeschwindigkeitszüge, 94 Regionalzüge und 41 Güterzuglokomotiven liefern. Der Vertrag umfasst auch die Schieneninfrastruktur, acht Betriebshöfe und Güterparks sowie einen 15-jährigen Wartungsvertrag. Berichten zufolge werden allein für den Bau des Eisenbahnnetzes 40.000 Arbeitsplätze in Ägypten geschaffen. Hinzu kämen rund 7.000 Arbeitsplätze bei Zulieferern und anderen Wirtschaftszweigen.

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