Mega-Hitzegefahr: Karl Lauterbach befürchtet viele Todesopfer in Deutschland

Deutschland steht vor der nächsten regionalen Hitzewelle. „Bis Mitte der Woche wird es im ganzen Land heiß, in der zweiten Wochenhälfte wird es dann kalt. Sie schließt den Südwesten aus, wo voraussichtlich noch heiße Luft zurückbleibt“, sagte die Meteorologin Jacqueline Kernn des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Sonntag. Das könne sich auch auf die Gesundheit auswirken: „Je wärmer es ist, desto größer ist die Anspannung des Organismus. Ältere Menschen und insbesondere Obdachlose sind anfälliger.“

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat vor der drohenden Hitzewelle in Deutschland und den damit verbundenen Gefahren gewarnt. „Wir müssen jetzt anfangen, die Alten und Kranken vor der Mega-Hitzewelle zu schützen“, schrieb er am Samstag auf Twitter.

Flüssigkeitsversorgung und Ventilatoren müssen beschafft werden. Der Gesundheitspolitiker empfahl auch, über die Bedeutung der Flüssigkeitszufuhr zu sprechen. Sie müssen „erreichbar“ sein. Lauterbach könnte diese Hitzewelle viele Todesopfer fordern.

Ein anderer GFS arbeitet mit einer beispiellosen Hitzewelle in Westeuropa: 48 ° C in Frankreich, 43 ° C im Vereinigten Königreich …

Und jetzt ein Tag 7-8 Zeitintervall.

Der Punkt hier ist nicht, dass dies ein wahrscheinliches Ergebnis ist, sondern dass ein zuverlässiges globales Modell dieses Szenario sogar simulieren kann. pic.twitter.com/zUKYqLn7A9

– Mika Rantanen (@mikarantane) 9. Juli 2022

Einige Meteorologen rechnen bis Mitte Juli mit außergewöhnlicher Hitze in Deutschland. Auch ZDF-Wetterexperte Özden Terli ist alarmiert: „Diese Temperaturen habe ich für Deutschland noch nie in einem Wettermodell gesehen“, schreibt der Meteorologe auf Twitter.

Laut Wettermodellen könnten in Deutschland von Sonntag (17. Juli) bis Samstag (23. Juli) Höchsttemperaturen erreicht werden. Der Samstag wäre demnach der heißeste Tag. Das geht bis 40 Grad. Laut Terli handelt es sich jedoch nicht um Vorhersagen. Daher rät der Meteorologe zum Abwarten.

Wir müssen jetzt anfangen, um die Alten und Kranken vor der Mega-Hitzewelle zu schützen. Flüssigkeitszufuhr Aktien, Fans, sprechen über die Bedeutung der Flüssigkeitszufuhr. Verfügbar sein. Diese Hitzewelle könnte viele Todesfälle verursachen. https://t.co/mF4sW3kYhK

-Prof. Karl Lauterbach (@Karl_Lauterbach) 9. Juli 2022

Rollende Hitzewelle Richtung Europa: Bis zu 48 Grad in Frankreich?

In anderen Teilen Europas könnten die Temperaturen noch extremer steigen: bis zu 43 Grad in Großbritannien und bis zu 48 Grad in Frankreich nach einigen Wettermodellen. Meteorologe Terli rechnet in den kommenden Jahren mit ähnlichen Hitzewellen. „Die Klimakrise schreitet voran und die Unsicherheiten sind nicht auf unserer Seite“, sagt Terli.

Experten empfehlen außerdem, bei Temperaturen zwischen 35 und 40 Grad das Haus nicht ohne Hut zu verlassen. Es besteht die Gefahr eines Hitzschlags. Aussagen über einen bevorstehenden Hitzerekord hält der DWD hingegen für „unvernünftig“. Eine Hitzewelle Mitte Juli sei aber möglich: “Heute lässt sich nicht zuverlässig vorhersagen, wie intensiv und wie lange sie sein wird.” Die Modelle seien noch “weit weg”, so der DWD.

Zwischen 2018 und 2020 verursachten hohe Sommertemperaturen laut einer kürzlich veröffentlichten Studie Tausende hitzebedingte Todesfälle in Deutschland. Erstmals seit Beginn des Untersuchungszeitraums im Jahr 1992 sei in drei aufeinanderfolgenden Jahren eine hitzebedingte Übersterblichkeit aufgetreten, schreiben Forscher des Robert Koch-Instituts (RKI), des Umweltbundesamtes (UBA) und des Deutschen Wetterdienstes. DWD) Anfang Juli im Deutschen Ärzteblatt.

Übermäßige Hitze kann das Herz-Kreislauf-System stark belasten

Hohe Temperaturen können unter anderem das Herz-Kreislauf-System stark belasten und bestehende Symptome wie Atemwegserkrankungen verschlimmern. Da Hitze selten als direkte Todesursache erkannt wird, nutzten die Studienautoren statistische Methoden für ihre Analyse.

Kernn sagte am Sonntag, dass Prognosen bis zum nächsten Wochenende noch ungewiss seien. Von „Rekordhitze“ oder „Megahitze“ kann man noch nicht sprechen. Angesichts “sehr heißer Südwestluft” seien auch Temperaturen über 34 Grad möglich.

Kernn verwies auf die Seite wärmewarnungen.de, wo man die offiziellen Hitzewarnungen des Deutschen Wetterdienstes einsehen kann. Dort war Sonntagnachmittag bis Freitag keine Benachrichtigung herausgegeben worden.

Bisher prognostiziert der DWD bis Mittwoch Höchsttemperaturen von 25 bis 31 Grad, im Südwesten bis zu 34 Grad. Das Nordende sollte mit maximal 20 bis 25 Grad weicher bleiben. Nach einer kurzen Abkühlung in weiten Teilen Deutschlands steigen die Temperaturen wieder an: „Bis zum Wochenende verschiebt sich das neue Hoch noch einmal nach Mitteleuropa und die Luft wird sich überall wieder aufheizen“, sagte Kernn. Nächstes Wochenende könnte es heiß und sonnig werden, sagte er. Abgesehen von den nördlichen und südlichen Extremitäten herrscht derzeit außerdem eine schwere Dürre. „In einigen Regionen West- und Südwestdeutschlands ist in diesem Monat kein einziger Tropfen gefallen“, sagte Kernn. (mit dpa)

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