Mehr Suchen, weniger Science-Fiction AR: Meta ändert Produktfokus – Bericht

Bild: Meta (Meta-Mitarbeiter mit bildschirmlosem Suchgerät „Aria Project“)

Die AR-Brille von Meta hatte dabei höchste Priorität. Nach der jüngsten Verschiebung seien zeitnahe Produkte wieder wichtiger geworden.

Leistungsstarke, aber stylische AR-Brillen auf den Markt bringen: Das ist Metas oberstes Ziel. Mark Zuckerberg nannte diese Geräte sogar den „Heiligen Gral“. Die Hoffnung ist, dass Meta die Ära der erweiterten Realität des iPhones einläuten und sich mit einem revolutionären Gerät von den von Apple und Google dominierten Smartphone-Ökosystemen befreien wird.

Das AR-Brillen-Projekt heißt intern Nazare und hat die ganze Aufmerksamkeit von Zuckerberg. Daher sollten Mitarbeiter das Nazare-Projekt auch als „Saurons Auge“ bezeichnen. All dies zeigt, wie wichtig die Entwicklung von AR-Brillen für Mark Zuckerberg und sein Unternehmen ist.

Meta verändert die AR-Revolution

Es ist mittlerweile extrem schwierig, technisch beeindruckende und gleichzeitig leichte und modische AR-Brillen zu bauen, wie Meta selbst immer wieder betont.

Laut einem Leak in der Roadmap waren drei Generationen des Geräts für 2024, 2026 und 2028 geplant. Doch im Juni hieß es, die erste Version (Codename: Orion) werde nicht mehr vermarktet und kostenlos an Entwickler verteilt. Der Launch würde erst mit der zweiten Version (Codename: Artemis) im Jahr 2026 erfolgen.

Es war eine von mehreren Verschiebungen im Zusammenhang mit technischen Herausforderungen und Sparmaßnahmen. Das Ergebnis ist dasselbe: Meta verschiebt die Revolution der Augmented Reality um Jahre. Ein Smartwatch-Projekt wurde ebenfalls ausgeschlossen.

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Größere Aufmerksamkeit für zeitgemäße Produkte

Diese Absagen waren ein großer Rückschlag für die Entwicklungsteams, berichtet Brad Lynch unter Berufung auf Quellen aus dem Umfeld des Unternehmens.

Bislang habe sich Meta mehr auf die Entwicklung des Nazare-Projekts und der günstigeren und technisch einfacheren Datenbrille mit dem Codenamen Hypernova konzentriert als auf die kommenden Meta-Quest-3-Virtual-Reality-Headsets, schreibt Lynch auf seiner Website.

Aber das beginnt sich zu ändern. Da der Technologie für fortschrittliche AR-Brillen noch Jahre fehlen, geht es Meta wieder einmal mehr um die Vermarktung von Produkten, die „viel wahrscheinlicher“ sind, als um langfristige Projekte.

Augmented Reality ist für Meta jedoch weiterhin wichtig: Die kommenden Cambria-Kopfhörer haben eine starke AR-Komponente und die Hypernova-Datenbrille, die laut The Verge im nächsten Jahr erscheinen wird, spielt weiterhin eine wichtige Rolle im AR-Laptop-Plan von Meta. Lynch erwartet, dass das Gerät dem AR-Referenzdesign von Qualcomm ähnelt. Darauf deuten die Erkenntnisse in der neusten Quest-Firmware hin.

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