Mehrere Youtuber-Gegner “Dragon Lord” vor Gericht

Der Streit zwischen Youtuber „Dragon Lord“ und seinen Gegnern ist vor die Justiz zurückgekehrt. Das Amtsgericht Neustadt an der Aisch in Mittelfranken hat im Mai vor dem ehemaligen Videospielehaus in Altschauerberg zehn Verfahren gegen verschiedene Zuschauer wegen Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten verhandelt.

Ein Gerichtssprecher sagte am Donnerstag, es handele sich bei dem „Drachenlord“ vor allem um körperliche Verletzungen. „Da jeder Eingriff individuell behandelt werden muss, war das Ergebnis auch sehr unterschiedlich.“

In einem Fall wurde er zu einer Haftstrafe ohne Bewährung verurteilt. Außerdem gab es Bußgelder. Gegen Geldzahlung wurde geklagt, weil auch der Angeklagte geschädigt worden war. Ein Teil der Verfahren ist laut Gericht noch nicht rechtskräftig abgeschlossen.

“Haider” in Altschauerberg

Der “Dragon Lord” streitet sich seit Jahren mit seinen Gegnern, den sogenannten Hassern, im Internet. Sie seien in der Vergangenheit immer wieder vor seinem Haus im Dorf Altschauerberg aufgetaucht, um ihn zu provozieren. Jahrelang musste die Polizei mehrmals täglich wegen Ausschreitungen, Sachbeschädigungen, Körperverletzungen und anderen Vorwürfen ausrücken. Seitdem hat Youtuber das Haus verkauft und ist umgezogen.

Doch auch der „Dragon Lord“ wurde nach gegenseitigen Beleidigungen gewalttätig und musste sich in mehreren Fällen vor Gericht verantworten. In der Berufungsverhandlung verurteilte ihn das Landgericht Nürnberg im März zu einer einjährigen Bewährungsstrafe. Das Urteil ist nun rechtskräftig, nachdem die Staatsanwaltschaft ihre Berufung gegen das Urteil zurückgezogen hat.

(axk)

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