NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) – Die Ölpreise sind am Mittwoch weiter gestiegen. Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) Brent aus der Nordsee 122,02 Dollar. Das waren 1,45 Dollar mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der Sorte American West Texas Intermediate (WTI) stieg um 1,14 Dollar auf 120,55 Dollar.
In den letzten Tagen ist der Ölpreis Schritt für Schritt gestiegen. Sie befinden sich derzeit in der Nähe der Dreimonatshochs. Seit Jahresbeginn sind die Preise um mehr als 50 Prozent gestiegen. Die Hauptgründe sind die Invasion der Ukraine durch Russland und strenge Sanktionen, hauptsächlich durch westliche Länder. Russland ist einer der größten Ölproduzenten der Welt, hat aber aufgrund von Sanktionen Probleme, Käufer für sein Öl zu finden.
Wöchentliche Daten zum US-Rohölbestand konnten die Versorgungsbedenken der Marktteilnehmer nicht zerstreuen. Während die Rohölvorräte überraschend stiegen, gingen die Benzinvorräte unerwartet zurück.
Unterstützung erhält der Ölmarkt derzeit auch von der weniger angespannten Kronensituation in chinesischen Großstädten. Pekings strikte Kronenpolitik, die dem Virus mit strengen Ausgangssperren entgegenwirkt, belastet die chinesische Wirtschaft und den Welthandel schwer. Auch die Ölnachfrage leidet.
Auch Commerzbank-Experte Carsten Fritsch verwies auf die Nachricht, dass ein Streik in der norwegischen Öl- und Gasindustrie bevorstehen könnte. Obwohl nur zwei Prozent der norwegischen Öl- und Gasförderung von dem Streik betroffen wären, soll der Streik angesichts der aktuellen Versorgungslage zunächst vom Streik ausgenommen werden. Aber Norwegen ist der größte europäische Öl- und Gasproduzent außerhalb Russlands
AXC0268 2022-06-08 / 17: 46
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