Michael Niavarani segelt auf der Rosenburg

Kultur

“Manche mögen’s veled” wird diesen Sommer in Rosenburg (Kreis Horn) gespielt. Die Nationaltheaterversion des französischen Kultfilms „Voll verhüllt“ wurde vom Kabarettisten Michael Niavarani geschrieben. Gespielt wird bis zum 31. Juli.

16.06.2022 15.08

Online ab heute, 15:08

Die Komödie feiert Premiere am Donnerstag, 23. Juni. Autor Michael Niavarani, Kultkabarettist mit persischen Wurzeln, widmet sich zeitgenössischen Themen, denen im Alltag oft der Humor fehlt. „Unsere Wohnung ist so klein, weil du unbedingt in der schicken Nachbarschaft wohnen wolltest“, erzählt Alexander Mitra in dem Stück. Sie antwortet: „Ja, bitte entschuldigen Sie, wir haben uns verlaufen, wo sollten wir sonst leben? In Slums, mit Migranten? Das ist doch absurd.“

Auch im Theater wird von Frauenschleier, Radikalisierung und männlicher Dominanz gesprochen. Die Handlung basiert auf der Liebesgeschichte zwischen Leila – einer muslimischen Frau – und Alexandre – einem unreligiösen Franzosen und Sohn iranischer Eltern. Sie studieren beide Politikwissenschaften und wollen nach New York ziehen, um bei der UN zu arbeiten.

Verwirrung zwischen zwei Welten

Alexanders Eltern haben sich jedoch bereits für seine zukünftige Frau entschieden: eine Französin. Und auch Leilas Seite versucht, die Beziehung zu torpedieren: Ihr Bruder wird zum Fundamentalisten und verbietet ihrer Schwester, Alexander zu lieben. Er wiederum muss vorgeben, jemand anderes zu sein, um seine geliebte Leila wiederzusehen.

Fotoserie mit 4 Bildern

Martin Hesz Mitra (Mitte) weiß nichts über die Beziehung zwischen seinem Sohn Alexander (links) und Leila (rechts). Martin Hesz’ Bruder Leila Amir (rechts) verbietet die Beziehung, also gibt sich Alexander als Lehrer aus und Martin Hesz Amir verliebt sich in den vermeintlichen Meister Martin Hesz Chaos ist vorprogrammiert

In der Beschreibung des Stücks heißt es, dass Vorurteile in der Rosenburg „belächelt“ werden sollen. Regisseurin Nina Blum spricht von einer Komödie mit Tiefgang: „Michael Niavarani ist das Kunststück gelungen, Vorurteile und kulturelle Unterschiede kabarettistisch zu thematisieren, ohne dabei aber jemanden zu beleidigen oder zu beleidigen. Seine hektische Sprache und Ohrfeigen machen das zu dieser verwirrenden Komödie Der Stil von “Manche mögen’s” oder “Charleys Tante” ist geistreiche Unterhaltung.”

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“Theaterfest”, 25.6.2022

Die Vorstellungen finden bis zum 31. Juli freitags, samstags und sonntags im überdachten und wasserdichten Zelt des Theaters vor der Rosenburg statt. Es gibt auch einen Bustransfer von Wien für die Aufführung am 17. Juli. Erstmals ist die Sommernachtskomödie ein „Green Event“: Sie ist mit dem Österreichischen Umweltzeichen zertifiziert.

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