Mindere Intelligenz und verzögerte Entwicklung: Ein Mann mit Erbkrankheit bringt mit Samenspenden 15 Kinder zur Welt

Gepostet am 1. Juni 2022, 19:38 Uhr

Einem 37-jährigen Briten, der lesbischen Frauen mit Kinderwunsch und angeblich 15 Kindern sein Sperma gab, wurde der Kontakt zu seinem Nachwuchs verboten. Er hatte Müttern eine Erbkrankheit verheimlicht, die ihre Kinder manchmal ernsthaft benachteiligt.

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James MacDougall soll nicht weniger als 15 Kinder gehabt haben.

Facebook

Er bot seine Dienste privat über Social-Media-Plattformen an.

AFP

James MacDougall hatte in den sozialen Medien den Kontakt zu lesbischen Frauen mit Kinderwunsch gesucht und war in den sozialen Medien als Samenspender beworben worden. Mehrere junge Frauen reagierten, so stellte sich heraus, dass der 37-jährige Derby-Brite mittlerweile Vater von 15 Kindern sein soll.

Die Vaterschaft kam jedoch nicht über professionelle kommerzielle Spenderfirmen zustande, denn dort hätte sich MacDougall nie als Spender qualifizieren können: Er leidet an der Erbkrankheit Fragile-X-Syndrom (FXS), was bedeutet, dass die Träger eine verminderte Intelligenz, Entwicklungsverzögerung haben. und Verhaltensprobleme. Hinzu kommen mitunter äußere Merkmale wie eine langgestreckte Kopfform, abstehende Ohren oder Plattfüße, wie sie in einem medizinischen Ratgeber zu sehen sind. Obwohl MacDougall wusste, dass er FXS trug, sagte er lesbischen Frauen nicht, dass sie schwanger wurden.

Zuschreibung als Warnung an andere Frauen

Dass MacDougall von FXS betroffen ist, kam dieser Tage in einer gerichtlichen Anhörung ans Licht: MacDougall wollte mehr Zeit mit einigen „seiner“ Kinder verbringen und zog in der Sache vor ein Familiengericht, obwohl er im Vorfeld Verträge unterschrieben hatte keinen Kontakt zu ihren Nachkommen. Der Richter hat nun entschieden, dass MacDougall keine elterliche Verantwortung haben wird, und hat beschlossen, seinen Namen öffentlich zu machen, um zu verhindern, dass andere Frauen sein Spendersamenangebot annehmen.

MacDougall habe “grundsätzlich verantwortungslos” gehandelt und den dringenden Kinderwunsch der Frau ausgenutzt, so der Richter. Er beschrieb den 37-Jährigen als „komplexen Charakter“, der selbst Lernschwierigkeiten habe und der „sehr frustriert werden und die Kontrolle über sich verlieren kann, wenn er nicht bekommt, was er will“. Es wurde auch festgestellt, dass er die Mutter eines seiner Kinder sexuell missbraucht und angegriffen hatte. 77 Mal soll er einen der Partner der Frauen angerufen haben.

Bekannt wurde, dass mindestens eines seiner Kinder im Alter von drei Jahren noch nicht sprechen konnte und schwerwiegende Verhaltensauffälligkeiten zeigte, wie die BBC schreibt.

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Pro Pallium, Unterstützung für Familien mit schwerkranken Kindern und Jugendlichen

(trx)

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