Missbrauch von sieben Frauen in den Anden als Hexen

Missbrauch in den Anden

Sieben Frauen, die in Peru als “Hexen” entführt und ausgepeitscht wurden.

In einem abgelegenen peruanischen Andendorf wurden sieben Frauen unter dem Vorwurf der „Hexerei“ entführt und ausgepeitscht.

Gepostet: 14:09 Uhr

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Aktualisiert: 2:11 Uhr

Mittelalterliche Misshandlungen in den südamerikanischen Anden: In einem abgelegenen peruanischen Dorf wurden sieben Frauen unter dem Vorwurf der „Hexerei“ entführt und ausgepeitscht.

Bauernpatrouillen nahmen die Frauen Ende Juni in Chillia fest und hielten sie zwei Wochen lang fest. Dies geschah, nachdem Dorfbewohner krank geworden oder gestorben waren, sagte die peruanische Staatsanwältin und Menschenrechtsverteidigerin Eliana Revolar am Dienstag. Ermittlungen haben begonnen.

Gehängt, verhört nein

Die peruanischen Behörden wurden auf den Fall aufmerksam, als ein Video des Missbrauchs in Online-Netzwerken auftauchte. Dies zeigte, wie eine der Frauen an einem Fuß aufgehängt und ausgepeitscht wurde. Ein anderer wurde nackt befragt.

Nach Intervention der Regierung wurden die Frauen freigelassen. Laut Medien sind sie zwischen 43 und 70 Jahre alt. Auch ein Mann wurde von der Bauernstreife festgenommen. Aber es gab keine Beweise dafür, dass er misshandelt wurde.

Bauernpatrouillen wurden vor mehr als vier Jahrzehnten in Peru eingeführt, zunächst um den Viehlärm zu unterbinden. Sie fungieren heute in Teilen des ländlichen Peru als eine Art Strafverfolgungsbehörde. (SDA)

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