Wetter
Auf Regen und Sturm in der Steiermark an diesem Wochenende folgt eine längere Hitzewelle mit Höchstwerten von bis zu 35 Grad. Einen neuen Hitzerekord wird es im Juni aber wohl nicht geben.
18.06.2022 07.52
Ab heute, 7.52 Uhr online
Waren es am Freitag noch recht gemäßigte Sommertemperaturen mit Werten um die 27 Grad, wird laut Zentralanstalt für Meteorologie (ZAMG) beispielsweise im Enstal bereits am Samstag die Marke von 30 Grad fallen.
Südföhn bringt am Sonntag bis zu 35 Grad
„Am Sonntag wird es noch heißer“, sagte Hannes Rieder von der ZAMG. Allerdings dürfte das Wetter den Hitzestress noch moderieren, da die Luft vorerst relativ trocken bleiben wird und dies auch die nächsten Tage nicht sein wird.
Für einen neuen Juni-Hitzerekord reicht es an diesem Wochenende allerdings nicht. Letztere fielen 2019, als im Juni in Graz 37,2 Grad gemessen wurden. Der zweithöchste Wert im Juni lag bei 36,8 Grad, gemessen in Leibnitz im Jahr 2002. Generell werden die heißen Junitage aber immer häufiger. Das bisherige Maximum war im Juni 2003 in Graz mit insgesamt zwölf heißen Tagen über 30 Grad.
Nächste Woche wird verrückt
Während am Wochenende keine oder nur sehr geringe Sturmgewitter zu erwarten sind, wird es nächste Woche laut Rieder etwas feuchter und damit sackartig. So hohe Temperaturen wie am kommenden Sonntag werde es daher nicht geben, sondern es bleibe mitten im Sommer bei Höchstwerten um die 32 Grad: „Die Hitzepole stehen eher im Südosten des Landes, da gibt es Regenschauer und einzelne Unwetter in der Obersteiermark und bringen vorübergehende Abkühlung“.
Die Anzahl der Tage mit mindestens 30 Grad (Hitzetage) hat sich laut einer Auswertung der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) im Juni in den letzten Jahrzehnten im österreichischen Unterland verdoppelt bis vervierfacht:
In den Provinzhauptstädten gab es beispielsweise Mitte Juni des Zeitraums 1961-1990 ein oder zwei heiße Tage. Zwischen 1991 und 2020 gab es in einem durchschnittlichen Juni zwischen zwei (Bregenz) und fünf (Innsbruck) heiße Tage.