Wien, Österreich) – 900 Fälle pro 100.000 Einwohner: Die aktuellen Sieben-Tage-Inzidenzzahlen in Österreich klingen nicht gut. Allerdings wurde nun in Wien beschlossen, die Politik der Krone zu ändern.
Inmitten der Sommerwelle schafft Österreich die Quarantäne für Infizierte ab. „Wir machen jetzt Verkehrsbeschränkungen statt Quarantänepflicht“, sagte Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) am Dienstag in Wien.
Die Grundflexibilität gilt ab dem 1. August. Auch Infizierte sollen nun unterwegs sein, allerdings mit einer FFP2-Maske. „Wer krank ist, bleibt zu Hause“, appellierte Rauch gleichzeitig an die Bürger.
Auch in Deutschland wird derzeit über die Abschaffung der Quarantänepflicht diskutiert. Bei BILD am SONNTAG forderte der Leiter der Kassenärzte, Andreas Gassen, das Gesundheitsministerium auf, die Corona-Politik zu ändern.
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Die Entscheidung in Österreich sei auch angesichts der psychischen und sozialen Folgen der Corona-Krise gefallen, sagte Rauch. Angst und Depression haben weltweit zugenommen. „Wir sind einfach gut vorbereitet auf eine neue Phase im Kampf gegen die Pandemie.“
„Wir können die Pandemie nicht testen, impfen und isolieren“, sagte er. Zudem besteht eine Meldepflicht, um sich einen Überblick über den Krankheitsverlauf zu verschaffen.
Die Sieben-Tage-Inzidenz in Österreich liegt über dem deutschen Wert. Im Vergleich zum Sommer des vergangenen Jahres müssen viel mehr Patienten in Krankenhäusern behandelt werden.