Motorradfahrergewerkschaft Weselsky als GDL-Chef wiedergewählt

Stand: 21.06.2022 16:18 Uhr

Die Maschinengewerkschaft GDL hat ihren Vorsitzenden Claus Weselsky für zwei weitere Jahre im Amt bestätigt. Er wurde mit 97 Prozent der Delegiertenstimmen wiedergewählt.

Claus Weselsky wird für weitere zwei Jahre die Gewerkschaft GDL leiten. Delegierte zur Generalversammlung bestätigten den Präsidenten, den er seit 2008 innehat, mit 97 Prozent der Stimmen als Präsidenten der Gewerkschaft.

Der Vorstand wurde erweitert

Laut GDL-Mitteilung wurde der Vorstand um einen vierköpfigen Abgeordneten erweitert. „Mit der Erweiterung unseres Organisationsbereichs vom Zugpersonal auf alle direkten Mitarbeiter haben wir uns einer anspruchsvollen Aufgabe gestellt“, erklärte Weselsky.

In seiner Rede kritisierte der 63-jährige Gewerkschaftsführer die Deutsche Bahn dafür, „alles unversucht zu lassen, um unsere starke GDL zu schwächen und damit die Rechte der Bahnbeschäftigten zu untergraben“. Am liebsten würde der Konzern Sanierungstarifverträge mit seiner “Loyalen Heimatgewerkschaft” abschließen. Die GDL hat 2021 nach drei Arbeitskämpfen einen hervorragenden Tarifvertrag für die Bahn erzielt und viele neue Mitglieder gewonnen. „Wir sind jetzt fast 40.000“, sagte Weselsky.

EKG-Wettbewerb

2021 hat die GDL erstmals Tarifverträge für die Beschäftigten der Werkstätten und der Verwaltung der Deutschen Bahn sowie Tarifverträge für das Bahnpersonal abgeschlossen. Verträge kommen aber nur zustande, wenn die GDL auch mehr Mitglieder im jeweiligen Unternehmen hat.

Das Kollektivvertragsgesetz besagt, dass in einem Unternehmen mit zwei Gewerkschaften nur der Tarifvertrag des Arbeitnehmervertreters mit der größten Zahl von Partnern gilt. Bei der Deutschen Bahn konkurriert die GDL mit der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) um Mitglieder.

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