Keine Sensation: Die Schweizer Nationalmannschaft verabschiedet sich nach Gruppenspielen aus der EM Bild: keystone.
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Das Schweizer Team scheidet mit einem 1:4 gegen die Niederlande aus dem Turnier aus. Dieses Ergebnis ist irgendwie logisch, weil in anderen Ländern viel mehr in den Frauenfussball investiert wird als in der Schweiz.
18.07.2022, 03:4518.07.2022, 06:41
Raphael Gutzwiller, Sheffield/ch media
Die Europameisterschaft 2022 ist für die Schweizer Nationalmannschaft vorbei. Gegen die Niederlande, Titelverteidiger, Schweiz, verlor am Ende mit 1:4 trotz lange guter Leistung etwas zu viel Gefühl. Damit scheidet die Schweiz endgültig mit nur einem gewonnenen Punkt aus dem Turnier aus.
Dass es in der Gruppe mit den Olympia-Finalisten Schweden und den niederländischen Europameistern sehr schwierig werden würde, wurde schon nach der Auslosung dieser Gruppe C deutlich. Die Schweiz reiste als Ausländerin nach England, in der Hoffnung, irgendwie für Aufsehen zu sorgen. Dieses Gefühl stellte sich nicht ein, obwohl die Schweiz in beiden Spielen gegen Schweden und die Niederlande eine gute Leistung zeigte. Gegen Schweden schnupperte er an einem Punktgewinn, verlor mit etwas Pech mit 1:2.
Ramona Bachmann (links) und Torschützin Géraldine Reuteler jubeln nach dem 1:1. Foto: keystone
Noch besser war lange Zeit das Spiel gegen die Niederlande am Sonntag. In diesem Spiel gab es eine Phase, in der die Schweiz das erste Tor hätte erzielen müssen. In der 57. Minute verfehlte allein Coumba Sow das niederländische Tor zum 2:1. Hätte er getroffen, hätte der MS-Traum weiter gehen können.
In dieser Phase, nach dem Unentschieden von Géraldine Reuteler, lag der Impuls bei der Schweizer Seite. Aber es geschah ohne Blei. Die Schweiz schnupperte noch bis zum 1:2 in der 84. Minute an der Sensation, ehe Gaëlle Thalmann Leuchter nach einem Fehler zur holländischen Führung traf. In der Nachspielzeit fügten die Oranje der aus Schweizer Sicht überhöhten Niederlage zwei weitere Tore hinzu.
Nach dieser EM ist der Auswahl an Duellen mit den ersten Mannschaften kein Vorwurf zu machen. Sie haben alles gegeben, sie haben gekämpft, sie haben hart gearbeitet und manchmal haben sie anständigen Fußball gespielt. Auch das enttäuschende Auftaktspiel gegen das später von Russland nominierte Portugal wird in Erinnerung bleiben. Nach einem ersten 2:0 endete die Partie unentschieden. Bundestrainer Nils Nielsen muss dieses Ergebnis verantworten, weil er zu lange inaktiv war und nicht gewechselt hatte. Ohne Sieg kehrte das Schweizer Team am Montag zur EM nach Hause zurück.
Verblüffte Gesichter bei der Schweizer Mannschaft im ersten Gruppenspiel gegen Portugal, Bild: keystone
Wer das Gesamtbild des Schweizer Frauenfussballs öffnet, dürfte sich über die enttäuschende Punktzahl nicht wundern. Um bei diesen Gegnern für Furore zu sorgen, hätte alles perfekt laufen müssen. Aber die EM 2022 wird definitiv nicht als perfektes Turnier für die Schweiz in die Geschichte eingehen.
Nicht nur auf dem Feld, sondern auch neben dem Platz lief einiges schief. Das Trainingsgelände musste aufgrund schlechter Feldbedingungen gewechselt werden und mehrere Spieler erkrankten während des Turniers an einem Magen-Darm-Virus. Hinzu kam, dass die ersten Spielerinnen Lia Wälti und Ana-Maria Crnogorcevic in der Vorsaison gelitten hatten. Diese Situationen hallten wahrscheinlich auf dem Platz wider, als den besten Mannschaften in den Schlussminuten die Kraft ausging.
Kapitänin Lia Wälti verletzte sich kurz vor Turnierbeginn Bild: Tresorschlüssel
Das Ergebnis ist auch logisch, wenn man sich die relativen Stärken der Nationen vor Augen führt. Die Schweiz hinkt Ländern wie Schweden und den Niederlanden meilenweit hinterher, wenn es um Gleichberechtigung im Fussball geht. Und selbst Nationen wie Portugal, die früher weit hinter der Schweiz zurückblieben, haben dank guter Jugendarbeit aufgeholt.
Bundestrainer Nils Nielsen Bild: Zurück-Taste
Außer in der Schweiz wird in ganz Europa viel in den Frauenfussball investiert. In Vereinen haben Frauen immer noch eine miserable Position, von Professionalität kann man kaum sprechen. Bei der Nachwuchsförderung ist der Unterschied zwischen Jungen und Mädchen noch immer groß. Diese Probleme spiegeln sich direkt auf dem englischen Rasen wider.
Auch hierzulande wächst das Interesse am Frauenfußball. Bei dieser Europameisterschaft gab es öffentliche Visionen und das Publikum versammelte sich zu Länderspielen, Champions-League-Spielen oder Pokalfinals. Der Schweizer Fussball täte gut daran, diesen Zug nicht mehr zu verpassen. (aargauerzeitung.ch)
Das Schweizer Team für die Frauen-EM 2022 in England
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Das Schweizer Team für die Frauen-EM 2022 in England
jene: keystone / alessandro della valle
Der Schiedsrichter ist der Fußballer der
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