Ein Erwachsener, ein Teenager und ein zehnjähriger Junge sind am Dienstagnachmittag tödlich verletzt worden, als sie versuchten, am Güterbahnhof Trudering aus einem Güterzug auszusteigen. Laut Bundespolizei befanden sich insgesamt zwölf Personen im Zug, die aus der Plane auf dem Dach des Waggons aussteigen wollten. Nach dem Notruf leisteten Beamte laut Bundespolizei Erste Hilfe und reanimierten zwei Personen.
Beim Verlassen bildete sich eine elektrische Ladung, alle drei Personen wurden durch den Stromschlag schwer und weitere leicht verletzt. Es soll sich um Migranten handeln, die vermutlich aus dem türkischen oder kurdischen Raum stammen könnten und per Güterzug die Grenze nach Deutschland überqueren wollten, sagte Wolfgang Hauner, ein Sprecher der Bundespolizei. Weitere Ermittlungen sind erforderlich, mehrere Dolmetscher wurden angefordert. Der Zug kam von Italien über Österreich nach München, die Bundespolizei übernahm den Schmuggel am Brennerpass.
Von den zwölf Personen habe die Bundespolizei sechs in der Umgebung aufgegriffen, drei seien am Abend noch instabil gewesen, sagte Hauner. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass mehr Personen im Zug sitzen. Die drei Schwerverletzten wurden in Krankenhäuser gebracht. Über seinen Zustand kann man bereits am Mittwoch noch nichts sagen.
Der Unfall ereignete sich gegen 16.30 Uhr am Güterbahnhof in der Nähe der Salzmesserstraße / Ecke Bürgermeister-Keller-Straße. Ein Lokführer bemerkte es. S-Bahn-Fahrgäste, die möglicherweise auf dem Bahnsteig gewartet haben, hätten den Crash möglicherweise nicht bemerkt, sagte Hauner. Die Absturzstelle ist zu weit entfernt.