LINZ. Merken Sie sich den 10. September im Kalender vor: Die Linzer Klangwolke 22, präsentiert von der Sparkasse OÖ und der Linz AG, lockt wieder Besucher in den Donaupark. Mit dem Thema: „Mutter Gilgamesch“ verspricht eine spannende und historische Reise in die mystische Welt der Götter zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Die Vorstellung des Themas am Dienstag in der Linzerie vermittelte erste Eindrücke.
Über 5.000 Jahre alt und aktueller denn je: Die Linzer Klangwolke 2022 ist mit „Gilgamesch“ inspiriert von einem auf Steintafeln überlieferten epischen Sumerischen Reich. Das Gilgamesch-Epos basierte ursprünglich auf zwölf Tafeln, von denen einige noch fehlen.
Internationales Team
Das Gilgamesch-Epos wird vom international renommierten Regisseur Pierre Audi umgesetzt. Der Regisseur, Regisseur und Musikmanager wird die Klangwolke 22 künstlerisch leiten. Er versteht sich als „Leiter eines Kollektivs, das die Veranstaltung ermöglicht“. Er leitete unter anderem das Team Urs Schönebaum (Bühnenbild und Lichtdesign) und Stefan Gregory (Tonkomposition und Design).
Für ihn ist Gilgamesch einer der wichtigsten Mythen der Menschheitsgeschichte: „Die Geschichte eines tyrannischen Königs, der seine Menschlichkeit durch die Liebe und Freundschaft eines anderen Mannes fand. Gemeinsam zerstörten sie den wunderschönen Zedernwald. Die Götter bestraften Gilgamesch, indem sie seinen Freund töteten. Sein Schmerz führte ihn dazu, das Geheimnis des ewigen Lebens zu suchen, nur um festzustellen, dass es nicht existiert “, sagte Pierre Audi. Wohin gehen wir? Woher kommen wir? Gibt es Unsterblichkeit und wenn ja, auf welche Weise? Die Diese Fragen stellt die Klangwolke in diesem Jahr.
Im Mittelpunkt steht die Mutter – Sunnyi Melles
Die Figur der Mutter steht im Mittelpunkt der Linzer Inszenierung. Sie repräsentiert Mutter Erde und alle Mütter. Für die Rolle hat Audi die bekannte Schauspielerin Sunnyi Melles gewonnen, die in kurzen Texten die Geschichte erzählen und so durch den Abend führen wird. Sie wollen die wichtigsten Episoden des Epos erzählen, der Zuschauer muss aber zum Weiterdenken angeregt werden.
Schiffe als Bühne
Natürlich werden die Schiffe wiederverwendet, diesmal zu dritt. Zum Beispiel gibt es ein Tempelschiff mit einer großen Fläche aus dreidimensionalem Video. Für den Bühnen- und Lichtdesigner Urs Schönebaum gehören Licht und Bühne untrennbar zusammen. „Die drei Schiffe repräsentieren unterschiedliche Welten oder Staaten. Man kann sie als Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sehen oder als Welt der Götter, Welt der Menschen und Unterwelt, was immer der Betrachter will.“ Gilbert Nouno ist für die aufgezeichneten Videosequenzen verantwortlich.
Diverse musikalische Einflüsse
Das Sounddesign stammt vom Australier Stefan Gregory. Der Sounddesigner, Songwriter und Musiker wird musikalische Einflüsse aus aller Welt einbringen und auch Musik berühmter Komponisten wie Anton Brückner verknüpfen.
Es gibt auch Chorsequenzen, die vom Knabenchor Sant Florià gesungen werden. Audi: „Ich bin mit den Jungs im Herzen sehr zufrieden, wir haben ein Theaterstück zusammengestellt, in dem sie mehrfach singen. Wenn man diese Geschichte erzählt, braucht man die Stimme der Kinder, sie repräsentieren die Zukunft.“
„Gestaltendes Ereignis“
Brucknerhaus-Intendant Dietmar Kerschaum: „Ich freue mich, mit Pierre Audi einen weiteren großen Künstler mit starker Persönlichkeit und großer visionärer Kraft für die Linzer Klangwolke 22 gewonnen zu haben.“ Die Klangwolke solle nicht nur ein berührendes Ereignis sein, „sondern vielleicht auch vorbildlich. Wir wollen mit der Klangwolke eine bessere Welt schaffen.“
Bürgermeister Klaus Luger bedankt sich bei allen, die das möglich gemacht haben, und verweist immer wieder auf den Anspruch, innovativ zu sein. „Tradition und Moderne mit den Linzer Sozialstandards zu verbinden, ist eine Herausforderung.“ Dass ein international renommiertes Team wieder eingestellt werden kann, ist eine große Ehre für die Kulturstadt Linz.
Möglich wird die Klangwolke auch durch die Unterstützung von Stefanie Christina Huber, Geschäftsführerin der Sparkasse OÖ: „Kunst und Kultur verbinden, bringen Menschen zusammen, das ist ein wesentlicher Aspekt, der die Klangwolke auszeichnet. Nicht nur der Eintritt frei, sondern auch der freie Himmel macht es zu etwas Besonderem“, erwartet er sehnsüchtig die Gänsehaut.
Freier Eintritt
Die Klangwolke findet am Samstag, 10. September im Donaupark Linz statt. Beginn ist um 20.30 Uhr, der Eintritt ist frei.