Nach dem Nato-Abkommen fordert Erdogan Maßnahmen zur Terrorismusbekämpfung

Aktualisiert am 30.06.2022 um 16:46 Uhr

Nach der Einigung mit Schweden und Finnland im Nato-Streit forderte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan konkrete Schritte im Kampf gegen den Terrorismus.

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Beim Kampf gegen den Terrorismus dürfe es nicht nur ums Papier gehen, sagte Erdogan am Donnerstag zum Abschluss des Nato-Gipfels in Madrid. Er bezog sich dabei auf die verbotene Kurdische Arbeiterpartei PKK, die syrische Kurdenmiliz YPG und die Gülen-Bewegung, die die Türkei für den Putschversuch 2016 verantwortlich macht.Wer die Glaubwürdigkeit der Nato wahren will, müsse „klare“ und konsequente Maßnahmen ergreifen. “, sagte Erdoğan.

Das am Dienstag unterzeichnete Memorandum mit Schweden und Finnland sei sicherlich ein diplomatischer Sieg, sagte Erdogan. Es gilt als Zeichen dafür, dass die Sorgen der Türkei verstanden wurden. Erdogan sagte, Schweden habe bereits die Auslieferung von mehr als 70 „Terroristen“ versprochen. Aus Stockholm gab es zunächst keine Bestätigung.

Am Dienstagabend hat die Türkei die Blockade Finnlands und Schwedens aufgegeben, um der NATO beizutreten. Die drei Länder unterzeichneten ein Memorandum, in dem die nordischen Länder unter anderem “volle Unterstützung” für die Türkei angesichts der Bedrohung ihrer nationalen Sicherheit erklärten. Die drei Länder wollen zudem ihre Zusammenarbeit verstärken und unter anderem Abschiebungen erleichtern. ©dpa

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