Gepostet am 18. Juli 2022, 16:06 Uhr
Nach dem Ritterschlag: Der Stadtrat verzichtet auf den Ritterschlag eines Putin-Fans
Der Krienser Regierungsrat Marco Frauenknecht (SVP) ist mit sofortiger Wirkung aus dem St.-Georgs-Orden ausgetreten. Dies geschah, nachdem ein Prinz, der Putin nahe stand, ihn zum Ritter ernannt hatte. In der Folge wurde Frauenknecht heftig kritisiert.
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Marco Frauenknecht hat die Konsequenzen gezogen: Er ist mit sofortiger Wirkung aus dem St.-Georgs-Orden ausgetreten.
Marco Frauenknecht / Facebook
Marco Frauenknecht wurde am 11. Juli in Luzern in einem Akt symbolisch zum Ritter geschlagen.
Instagram / princes.yourievsky
Die Veranstaltung fand in der Peterskapelle in Luzern statt. Die symbolische Anerkennung erfolgte laut Sonntagszeitung durch den in Frankreich lebenden russischen Fürsten Wladimir Bariatinsky.
20 Minuten / Gianni Walther
Marco Frauenknecht, SVP-Stadtrat von Kriens, schreibt auf seiner Facebook-Seite: «Mit diesem Schreiben möchte ich noch einmal deutlich machen, dass ich Putins Angriffskrieg in der Ukraine auf das Schärfste verurteile und kein Verständnis für solch menschenverachtendes Verhalten hege . Meine Gedanken sind bei den Opfern dieses Angriffskrieges und ich hoffe, dass bald Frieden in der Ukraine herrscht.“
Frauenknecht schreibt auch, er sei dem Verein beigetreten, weil er sich mit Traditionen und historischen Geschichten auseinandersetze. Positive Aspekte sah er auch darin, dass er sich karitativ im humanitären und im Tierschutzbereich engagierte. „Ich wusste nicht, dass dieser Verein oder seine Mitglieder mit der aktuellen politischen Regierung in Verbindung gebracht werden könnten. Es war nie meine Absicht, ein Zeichen der Zustimmung oder gar Sympathie für das politische Russland zu zeigen“, so Frauenknecht weiter. Die Reaktionen aus der Öffentlichkeit und den Medien zeigten ihm deutlich die Komplexität dieser Mitgliedschaft. Er verließ den Verein mit sofortiger Wirkung.
Alle weiteren offenen Fragen will Frauenknecht im Rahmen der Initiative klären
„Er wird weiterhin als Stadtrat und Vorsteher des Departements Bildung und Kultur tätig sein“, schreibt die Luzerner Zeitung. Alle anderen offenen Fragen will Frauenknecht im Rahmen der Beantwortung einer dringenden Initiative der Grünen klären.
Am 11. Juni wurde Frauenknecht in der Luzerner Peterskapelle vom russischen Fürsten Wladimir Bariatinsky symbolisch zum Ritter geschlagen. Bariatinsky, der in Frankreich lebt, drückte auf Facebook seine Zuneigung zum russischen Präsidenten Wladimir Putin aus. So postete er beispielsweise einen Post über Putin mit dem Kommentar: „Egal, was du über ihn sagst, es ist großartig!“ Er teilte auf der Plattform auch Erklärungen des russischen Außenministers Sergej Lawrow über den Krieg in der Ukraine mit und behauptete, dass es in der Ukraine keine Schüsse auf Zivilisten gegeben habe.
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