Stand: 13.06.2022 16:05
Nachdem an einer beliebten Bar im Pekinger Stadtteil Chaoyang ein Kranz ausbrach, wurden wieder strengere Pandemiebedingungen eingeführt: Viele Restaurants und Geschäfte mussten schließen. Behörden ordneten Massentests an.
Von Ruth Kirchner, ARD-Studio Peking, zzt. Berlin
Chinas Null-Covid-Politik verlangt den Menschen viel ab: Die 3,5 Millionen Einwohner des Bezirks Chaoyang in Peking müssen auf das Corona-Virus getestet werden. Denn in einer beliebten Nachbarschaftskneipe hat offenbar eine infizierte Person letzte Woche beim Feiern Hunderte von Menschen angesteckt.
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Behörden sprechen von „gewalttätigem Ausbruch“
Lokale Behörden sprachen von einem “gewalttätigen” Ausbruch. Insgesamt gaben sie die Zahl der bestätigten Infektionen mit 228 an. Die Bar und die umliegenden Geschäfte wurden geschlossen. Viele Restaurants in der Umgebung waren geschlossen, andere boten nur noch Außer-Haus-Verkauf an.
Viele Schulen setzten den Präsenzunterricht erneut aus, auch Sportveranstaltungen wurden abgesagt. Vor den Testzentren im Bezirk Chaoyang bildeten sich manchmal lange Schlangen.
Einschränkungen in anderen Bezirken von Peking
Der Corona-Ausbruch sorgt auch in anderen Teilen Pekings für Einschränkungen: In rund 120 Wohnblöcken der 20-Millionen-Metropole dürfen die Menschen ihre Wohnungen nicht mehr verlassen. In mehr als 60 weiteren Wohnsiedlungen darf nur ein Familienmitglied raus, zum Beispiel zum Einkaufen.
China versucht mit strengen Maßnahmen die Zahl der Corona-Infektionen so gering wie möglich zu halten. Vor knapp zwei Wochen endete eine zweimonatige Blockade in Shanghai. Am Wochenende wurden in verschiedenen Teilen der Stadt massive Tests durchgeführt.
Bisher gab es in Peking keine Haft. Kronenbeschränkungen wurden erst vor einer Woche aufgehoben.
China: Massive Tests für 3,5 Millionen Menschen nach Corona-Ausbruch in Bar
Ruth Kirchner, ARD Peking, 13.6.2022 · 15:00