Nach dem Wurmstreit: Das ist die neue Sitzordnung der BVG

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben das neue Muster der Sitzbezüge eingeführt, und sie dürften einiges an Fahrgastaufmerksamkeit erregen. Wer künftig Bus, Tram oder U-Bahn fährt, sitzt inmitten eines Schwarms von Menschen unterschiedlicher Farben – rostrot, hellblau, eidottergelb, beige und schwarz – die sich umarmen, in deren Mitte sich ein Hund versteckt . .

„Wir haben jetzt ein Muster, das die Vielfalt repräsentiert, die Berlin so besonders macht“, sagte Christine Wolburg, Leiterin Vertrieb und Marketing der BVG, bei der Präsentation am Dienstag.

Dass die BVG ein neues Design erhält, geschieht nicht freiwillig. Das Unternehmen lässt das beliebte Wurmmuster wegen eines Nutzungsrechtsstreits mit dem Designer fallen. Allerdings wollte man sich laut Wolburg nicht in jeder Hinsicht auf das Design der Nachtlinie verlassen. „Das Design der Nachtlinie ist ein sehr praktisches Muster. Aber es ist nutzlos.”

Stattdessen wurde ein Design gesucht, das an das seit Jahren offiziell „Urban Jungle“ genannte Design erinnert und dennoch mehr als ein Muster sein sollte. „Der Neue hat eine Botschaft“, sagte Wolburg.

Es wird noch viele Jahre dauern, bis es überall in Fahrzeugen zu sehen ist. In der Stadt verkehren zunächst nur die beiden Vorserienfahrzeuge der neuen zweistöckigen Baureihe.

Ab dem kommenden Jahr werden die alten Polster der Sitze nach und nach ausgetauscht, wenn die bestehende Flotte repariert wird. Bild: Christian Latz Es erinnert ein wenig an alte Wurmmuster: die neuen Bezüge der BVG. Bild: Christian Latz

Ab dem kommenden Jahr werden die alten Sitzbezüge im Rahmen der Instandsetzung der Bestandsflotte sukzessive ersetzt. „Mit den neuen E-Bussen, die 2024 und 2025 ausgeliefert werden, wird das im Umfeld sehr gut sichtbar sein“, sagt Torsten Mareck, Bereichsleiter Bus.

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Die neuen E-Busse, die Ende des Jahres kommen, haben noch das alte Muster. Das war nicht mehr zu ändern. Die neu in Betrieb genommenen Straßenbahnen und U-Bahnen werden jedoch in den kommenden Jahren mit dem neuen Sitzdesign ausgeliefert.

In der bestehenden Flotte wird die Umstellung allerdings dauern. „Eine U-Bahn muss alle acht Jahre überprüft werden“, sagte Mareck. Erst dann würden die Sitze ausgetauscht. Bis alle neuen Modellfahrzeuge in der Stadt unterwegs sind, gehe er davon aus, dass auch die Busflotte der BVG laut Plan 2030 vollständig elektrifiziert sein wird.

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